Der Abel Tasman Track in einem Tag

von | 20. Feb, 2007 | Neuseeland, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

 

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Der Abel Tasman Track gehört zu den Great Walks hier in Neuseeland. Diese mehrtägigen Wanderungen sind für uns leider eher nichts, da wir unseren Camper schon haben und nicht noch extra für Hüttenübernachtungen zahlen wollen. Trotzdem haben wir uns soviel wie möglich davon angeschaut.

Eine Kajaktour wollten wir auch nicht machen, weil wir da wohl auch nicht viel gesehen hätten bei unseren nicht vorhandenen Kajakfähigkeiten, das soll nämlich auch anstregend sein und wir heben es uns für nen See oder den Milford Sound auf. Aber da der Track zu den leichteren gehört haben wir einfach beschlossen, einen Großteil davon an einem Tag zu bewältigen, der ganze Track ist auf 3 – 5 Tage ausgelegt und geht über 51 Kilometer.

Mit dem Motorboot zum Ausgangspunkt der Wanderung

Der Nationalpark wird natürlich viel von Touristen wie uns besucht, die abends wieder in ihre Unterkunft wollen, deshalb gibt es viele Wassertaxis, die einen in die Buchten bringen oder auch zum Kajakfahren. Wir also in der früh mit einem Wassertaxi bis hoch in den Norden, auf das wir die 31 km zurück zu unserem Camper wandern sollten. Alleine die Bootsfahrt war sehr schön, der Fahrer blieb immer wieder stehen und hat uns zum Beispiel den Split Apple Rock gezeigt, ist in den Buchten stehengeblieben oder hat einen Stopp bei einer Insel gemacht, auf der eine Seehundkolonie lebt. Wir waren ganz nah dran, da waren sogar noch ganz kleine dabei! Aber das ist ja noch gar nichts, wir werden ja auch bald mit Seehunden schwimmen gehen – und mit Delfinen, das wird lustig – wenn da nicht die Sache mit den Haien wäre, die mir (Chris) ja schon Sorgen bereitet. Vici sieht das als erfahrene Taucherin natürlich viel lockerer, die würde sich auch noch freuen welche zu sehen – ich doch auch, z.B. im Aquarium oder im Fernsehen! Aber mehr dazu, wenn es soweit ist. Um 10 Uhr sind wir dann an unserem Ausgangspunkt angekommen, i. F. wieder eine kurze Wanderbeschreibung für andere Reisende.

Abel Tasman Coastal Track von Awaroa bis Marahau, ca. 31 km, geschätzte 400 Höhenmeter, reine Gehzeit bei uns 7 Stunden

Man kann den Weg natürlich auch in die andere Richtung machen, muss dann aber beachten, dass das letzte Boot einen um ca. halb fünf abholt, in unsere Richtung kann man sich beliebig Zeit lassen. Die Wanderung lässt sich recht einfach beschreiben: herrliche Aussichten auf einsame Buchten und goldene Sandstrände, dazwischen eine Buschwanderung durch allenfalls welliges Gelände auf gut befestigten Wegen. Die Strände und Buchten sind atemberaubend schön, es gibt auch ein paar Wasserfälle.

Das Einzige, was zu beachten ist, sind die Gezeiten, denn wir durften an zwei Stellen ein bisserl durch Wasser latschen, was aber auch sehr lustig war, dauert dann halt etwas länger mit Schuhe ausziehen und Badeklamotten anziehen. Alles in allem war die Wanderung in dieser Form ideal für uns, um den Park kennen zu lernen. Wenn es einem nicht auf das Geld ankommt kann man sich vielleicht die letzten 10 Kilometer nach Marahau sparen und mit dem Boot abholen lassen. Ansonsten sieht man auf dem mittleren Teil unserer Wanderung den schönsten Teil des Tracks und hat auch reichlich Zeit für Badepausen.

Einmal falsch abgebogen kurz vor dem Ziel

Unser einziger Fehler bestand im letzten Stück, wir sind statt am Weg entlang dank einer schlechten Idee von mir über den von der Ebbe freigelegten Sandstrand gegangen. Was das heisst? Weicher Sand, manchmal Matsch und dauernd wieder durch Wasser. Schuhe also komplett nass, aber barfuss war auch blöd durch die unzähligen Muscheln, die tun echt weh. Das Ergebnis waren völlig durchnässte Schuhe und Socken und zerkratzte Füße vom Barfusslaufen. Und auch wenn dieser Weg etwas kürzer ist, von der Zeit und Anstrengung spart man sich nichts, ganz im Gegenteil. Also einfach auf dem Weg bleiben!

Sandflies sind eine Plage

Um nochmal drauf zurück zu kommen, ein Wort zu den Sandflies, der Landplage Neuseelands. Die Mistviecher sind im Gegensatz zu Moskitos tagaktiv, wenn es also an einem Ort beide Viecher gibt ist das besonders schön – die einen gehen schlafen und übergeben die Schicht an die anderen. Super Idee von der Natur! Jetzt ist es so, dass in Thailand und Australien diese Biester mich verschont und die Vici ein wenig belästigt haben. Aber hier? Irgendwie müssen die den Auftrag bekommen haben, mich zu töten! Ich zähle meine Stiche inzwischen gar nimmer, aber dank langer Kleidung abends bekomme ich die Angriffe langsam in den Griff, statt zig Stichen sind es jetzt nur noch ein oder zwei am Tag. Ach, für alle die nicht wissen was Sandflies sind zitiere ich gerne Jo, der das in seinem Blog so wunderbar beschrieben hat: „Das sind die vollen Spielverderber. Auschauen tun sie wie die Muckerln bei uns daheim. Anfuehlen, wie die Gelsen daheim. Übeltäter sondergleichen!“ Besser kann ich es nicht ausdrücken! Aber ich werde den Kampf nicht ausgeben und mich vielleicht auch demnächst wie die Kiwis mit Mitteln vollschmieren, dass der Wald danach stinkt, wenn man an einem vorbeigeht. Aber noch geht es ohne. Tagsüber lassen sie mich eher in Ruhe, da es ja meistens schönes Wetter ist und sie mögen Sonne nicht so.

Eindrücke vom Abel Tasman Track

 

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