Scenic Route zu Pinguinen und Seehunden

von | 3. Mrz, 2007 | Neuseeland, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

Nach den herrlichen Tagen im Fjordland haben wir es ruhig angehen lassen und sind weiter Richtung Süden auf der Southern Scenic Route gefahren. Wunderbare Landschaften, ein Schmankerl in Invercargill und viel Meer machen die Straße zu einer schönen Fahrt. Aber so richtig toll wurde es erst auf der Otago Peninsula bei Dunedin, dort gibt es nämlich ganz besondere Tiere.

An der Südspitze Neuseelands – Te Anau nach Dunedin

Bei immer noch strahlendem Sonnenschein sind wir auf der Southern Scenic Route weiter gefahren. Diese führt von Te Anau nach Dunedin und verspricht wunderbare Landschaften. Schon nach wenigen Kilometern konnten wir dem zustimmen. Jede Menge scheinbar unberührte Natur, Schafe bis zum abwinken, Hügel, grüne Wiesen und wieder einmal ein traumhafter Strand an der Waewae Bay. Dort haben wir dann durch Zufall einen Platz gefunden, an dem man doch tatsächlich kostenlos Campen durfte. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und haben unser Nachtlager aufgeschlagen. Trotz Sonne war aber nichts mit baden, denn es ging ein ziemlich eisiger Wind und es war schon bald, nachdem die Sonne weg war, sehr kalt. Deshalb sind wir am nächsten Morgen auch schon sehr früh weitergezogen, man braucht nämlich Strom für unsere Heizung. Besagter starker Wind ist übrigens der berüchtigte Südwind der hier sogar die Bäume verbiegt, sieht oft bizarr aus, wie sich ganze Wäler verbogen haben.

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Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Invercargill als kleiner Zwischenstopp

Der nächste Stop war dann in Invercargill. Eigentlich keine so besondere Stadt, aber wir haben erst kürzlich den Film „The world´s fastest Indian“ mit Anthony Hopkins gesehen. Ein Neuseeländischer Film über Burt Monroe aus Invercargill, der diverse Rekorde mit seiner alten umgebauten Indian aufgestellt hat. Sehr zu empfehlen der Film, gilt als der erfolgreichste Film Neuseelands. Invercargill war also ein Muss für uns, im Museum vor Ort war auch eine Ausstellung zu dem Film. Ausserdem waren wir noch im Queens Park, in dem es unter anderem viele Vögel zu beobachten gab. Leider waren sie in Käfigen, wobei die Wellensittiche am wenigsten zu bemitleiden waren, da sie in einer riesigen begehbaren Voliere waren. Einen kleinen Streichelzoo gab es auch mit Schweinen und Hühnern, Hasen und sogar Wallabies.

Mittags ging es dann weiter zum Slope Point, der südlichste Punkt auf der Südinsel. Leider gab es hier nicht soviele Schilder wie am nördlichsten Punkt, dafür aber echt raue See und… Schafe, ist klar. Nach zwei Abstechern zu Wasserfällen waren wir dann auf einmal schon am Nugget Point, der gut zum Beobachten von Seehunden und Gelbaugenpinguinen sein soll. Pinguin haben wir nur einen sehr weit weg erspähen können, aber Seehunde waren jede Menge da. Nur leider unten am Meer während unser Aussichtspunkt oben auf den Klippen war. Trotzdem haben wir uns total gefreut, konnten ja zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen dass es noch viel besser kommen wird.

Siehe da, eigentlich hatten wir mehr Tage für alles eingeplant aber manchmal geht alles ganz reibungslos. Weshalb wir dann am nächsten Tag auch schon in Dunedin angekommen sind. Eine ganz hübsche Stadt mit einem schönen alten Bahnhof und auch sonst allen Annehmlichkeiten die man in einer Stadt so hat. Mehr als eine Nacht hat es uns aber nicht gehalten, wir wollten weiter zu der benachbarten Otago Peninsula.

Und dann waren wir den Pinguinen und Seehunden ganz nah

Heute sind wir also hier angekommen und ich muss sagen, das war ein toller Tag. Angefangen hat es damit, dass wir gleich als erstes zum Penguin Place sind. Schon in Deutschland haben wir einen Diavortrag von Tobias Hauser darüber gesehen. Das Besondere ist, dass die Besucher durch ein Tunnelsystem laufen um die scheuen Tierchen nicht zu verschrecken. Vorteil für den Besucher ist, das man richtig nah an die Tiere rankommt. Kaum angekommen haben wir uns dann auch ganz spontan für die nächste Tour angemeldet und hatten das Glück, dass wir nur zu zweit waren, quasi eine private Tour. Unser Guide fand das auch toll, so war alles ganz auf unsere Fragen und Wünsche zugeschnitten und sie musste auch nicht auf maximal 15 Leute aufpassen.

Gelbaugenpinguine sind ein seltener Anblick

Die Gelbaugenpinguine gelten mit ca. 4500 Exemplaren als die seltenste Pinguinart. Zwar haben wir die Jungvögel um einige Tage verpasst, dafür sind aber die älteren in der Mauser und somit wochenlang an Land, bis sie wieder wasserdichtes Gefieder haben. Das hat echt putzig ausgesehen, mit lauter kleinen Federn umringte Pinguine, einige hatten schon das schöne neue Gefieder und andere waren die reinsten Federknäuel. Die Gelbaugenpinguine machen den Mauserprozess jedes Jahr durch, was heisst, bis zu 5 Wochen lang nur rumsitzen und von den vorher angefressenen acht Kilo zehren. Die Jungtiere vom letzten Jahr bekommen mit dem Federwechsel dann auch endlich ihr gelbes Maskenband. Gute eineinhalb Stunden durften wir beobachten und es war wirklich super schön. An einem Pärchen waren wir sogar bis auf zwei Metern dran, was nur ging, weil wir ja so eine kleine Gruppe waren.  Und um die kleinen rum laufen ein paar  Schafe und Seehunde. Das Areal liegt nämlich auf dem Farmgelände eines Mannes, der 1985 mit dem Tunnelsystem angefangen hat Agrarwirtschaft, Tierschutz und Tourismus sinnvoll zu verbinden. Vor allem die Erfolge hinsichtlich des Tierschutzes geben ihm bis heute Recht!

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Noch mehr Begegnungen mit Tieren

Das war eigentlich schon genug für einen tollen Tag, aber es kam noch besser. Auf dem Weg zum Albatross Center haben wir in einer kleinen Bucht gehalten, über die unser Guide gesagt hat, dass man häufig Seehunde sehen könne. Von weitem sah es nicht danach aus, aber die sind auch gut im Tarnen. Mindestens 20 Seehunde tummelten sich im Umkreis in der Bucht und einige lagen auf den Steinen in der Sonne. Wir waren bis auf zwei Meter an ihnen dran, hätten sie sogar anfassen können, aber sind ja keine Kuscheltiere. Pinguine gab es auch nochmal, zwei kleine Blue Penguins haben sich in einem Loch eingenistet, das recht nah am Weg war. Unsere Pinguinsucht ist nun fürs erste wohl gestillt – wobei der Chris von den ganzen Tieren wohl nie genug haben wird.

Kurzer Einwurf, man kommt schon ziemlich durcheinander was den Unterschied und die Zuordnung von Seehunden, Seelöwen, See-Elefanten und auch noch Robben betrifft. Vor allem dann das ganze auf Englisch, aber was da so rumliegt auf den Bildern von der Otago Peninsula sind Neuseeländische Fur Seals.

Die Albatrosstour hat sich dann nicht so richtig verlockend angehört und nachdem drei über uns geflogen sind haben wir uns mit der Information und den Bildern die im Center dargestellt sind zufrieden gegeben.

Da das so ein gelungener Tag war ziehen wir morgen nun schon wieder weiter, denn toppen lässt sich das wohl nicht mehr. Das nächste Mal schreiben wir dann schon aus der Region Mount Cook.