Nach unserem wehmütigen Abflug aus Phnom Penh sind wir vergangenen Dienstag mitten in der Nacht in Singapur gelandet. Es gab ja schon viele schöne Städte auf unseren Reisen – aber Singapur steht doch recht einsam an der Spitze unserer Hitliste.

Ob es nun die Stadt selbst, das Essen und die Bars oder die netten und freundlichen Leute sind, es gibt viele Bereiche, in denen sich München eine oder mehrere Scheiben abschneiden könnte. Und darum bleiben wir auch gleich noch etwas länger als geplant, was auch wieder an den netten Leuten hier liegt.

Wenn der Taxifahrer das Hostel nicht findet

Dienstags sind wir  um halb 12 nachts in Singapur gelandet, und waren gleich mal schwer beeindruckt von dem Flughafen und der ganzen Abwicklung dort, aber das sollte erst der Anfang sein. Schnurstracks ging es mit dem Taxi Richtung Hostel, da um die Uhrzeit leider keine Metro mehr fährt. Der Taxifahrer hat sich zwar erstmal fleissig verfahren, aber letztlich sind wir gut angekommen.

So ein Hostel kann recht klein sein

Hostelzimmer in Singapur

Hostelzimmer in Singapur

Ach ja, wer unsere Reisen fleissig verfolgt hat weiss, dass wir bei jeder Gelegenheit versucht haben, Hostels zu vermeiden, was viele Gründe hat. Nachdem Singapur aber einfach eher westliches als asiatisches Preisniveau hat, dachten wir uns, wir nehmen damit vorlieb. Und da gab es noch diese tolle Beschreibung inkl. der Wahl zum drittschönsten Hostel der Welt im Guardian. 25 Euro für das Doppelzimmer waren fällig – und man fragt sich dann durchaus, wie das Hostel auf Platz 1423 aussieht. Im Zimmer war nur eine Matratze am Boden, Fenster braucht man keins und mehr Platz als auf diesem Bild war dann auch nicht mehr vorhanden. Von dem selbst erhobenen Boutique- und Designeranspruch bleibt eigentlich nix übrig und man fühlt sich gelinde gesagt etwas verarscht bei dem Preis. Aber gut, wir waren dann die fünf Nächte eigentlich nur nachts drin und zumindest ging die Klimaanlage gut.

Über uns

Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Sightseeing ohne Ende

Es gibt unfassbar viel zu bestaunen und besuchen. Zum Beispiel das Esplanade Museum oder auch „the durians“ genannt. Ein architektonisch anspruchsvoll gebautes Kunst- und Kulturzentrum auf einer eigens dafür aufgeschütteten Landzunge, auf der sich auch noch vieles andere befindet. Neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten hat es uns zur Arab Street gezogen, da es im arabischen Viertel auch wieder Shishas für uns gibt – und was für welche. Nasrin in der Baghdad Street heisst das Lokal und die Shisha dort ist unumstritten die Beste, die wir je hatten. Wir haben uns dann auch gleich mit dem Iranischen Besitzer Mojtaba angefreundet und ganz viele Tipps bekommen, die wir daheim auch direkt umsetzen werden. Die Shisha hält nämlich zwei Stunden und schmeckt vom ersten bis zum letzten Zug, das will gelernt sein.

Makellose Infrastruktur und Sauberkeit

Das rumfahren mit der Metro und Bussen ist derart komfortabel, so würden wir in München auch lieber U-Bahn fahren. Man hat eine kleine Magnetkarte, von der der Fahrpreise abgebucht wird und schon geht es durch die Schranken. Hohe Taktfrequenzen, super Anschlüsse und wenn man Fragen hat, ist auch hier immer jemand freundlich zur Stelle.

Nach vier Monaten in Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha ist Singapur eine absolute Wohltat! Man hört ja immer über die harten Strafen hier, und 250 Euro für das wegwerfen von Müll sind durchaus geeignet, um Menschen zu erziehen. Man sieht hier fast nie Müll rumliegen, und damit einhergeht auch, dass es noch NIE gestunken hat hier – da sind wir anderes gewohnt, wer in Phnom Penh mal in eine Straße gegangen ist, die als Müllhalde dient weiss was wir meinen.

Vielfalt und Geschmack des Essens

Das Essen ist eigentlich das faszinierendste an Singapur. Obwohl es sich um ein reiches Land handelt, das Deutschland um wenig oder nichts nachsteht, kann man trotzdem köstliches Essen in den Foodcourts finden, für das man aber kaum mehr als in Thailand zahlt. Zwei Reisgerichte in Little India, zwei satte Esser und man ist 2,50 Euro los! Aber auch hier wie schon beim shoppen: es gibt auch absolute Gourmet Tempel, in denen man mehrere 100 Euro ausgeben kann, man hat einfach eine optimale Auswahl! Vieles solltest ihr euch nicht entgehenlassen, wie z.B. landestsypische Krabben in Chillisauce, hervorragende Sate Spieße, Muscheln etc.

Auch ein Singapur Sling an der Long Bar des Raffles durfte natürlich nicht ausgelassen werden. Ok, der Preis ist etwas krank, für zwei Cocktails ist man nämlich 25 Euro ärmer, aber das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Der Cocktail selbst ist auch sehr lecker und dazu knabbert man Erdnüsse und wirft die Schalen auf den Boden, ausschauen tuts auf dem Boden entsprechend.

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Shopping Mekka nahe des Äquators

wir dachten ja immer, dass wir in Bangkok schon große Shoppingmalls gesehen haben, aber das hier übertrifft wirklich alles bisher gesehene um Welten. Es gibt unzählige Shoppingcenter, natürlich alle mit kostenlosem WLan, die kleinen sind schon größer als das OEZ oder das PEP und die großen sind einfach unbeschreiblich. Preislich ist es auch ein Traum, es gibt Mode zu Preisen fast wie in Thailand und natürlich auch Marken, die man selbst in der Maximilianstraße nicht finden kann, es gibt einfach alles. Und Sonderpreise sind hier auch noch solche, wenn 70% aussen am Laden steht dann gibt es die auch.

Eine Vielfalt von Kulturen und Menschen

Die bereits schwärmerisch beschriebenen Menschen leben hier in einer harmonischen Koexistenz zusammen, seien es Chinesen, Inder, Malayen oder andere Asiaten oder auch die vielen Westler oder Araber. Das wäre eine dieser Scheiben, die sich München abschneiden könnte, hier wird Integration in Perfektion gelebt! Oder die architektonische Vielfalt, riesige Wolkenkratzer neben Pagodentempeln, herrliche Moscheen, Terracehäuser mit bunten Fassaden oder schöne Parks – für jeden ist etwas geboten.

Es gibt hier ein wahrscheinlich einzigartiges Zusammenleben von Menschen aus der ganzen Welt, teilweise auch in eigenen kleinen Viertel (Chinatown, Little India, Arab Street) und egal wo man hinkommt trifft man freundliche und stets hilfsbereite Menschen. Kaum schaut man auf den Stadtplan bietet jemand seine Hilfe an und kaum ist man in einem Laden hilft einem der Verkäufer, unaufdringlich und kompetent. Toll ist auch, dass man sich mit allen problemlos unterhalten kann, da das Englisch i.d.R. perfekt ist, in wirklich jeder Altersklasse von fünf bis 95! Und durch den Reichtum Singapurs ist man als Tourist auch nicht das Ziel von vielen Einheimischen, die einen als Goldesel betrachten, wie das sonst in Südostasien häufig der Fall ist.

Dann wären da noch die Affen und eine neue Unterkunft

Als wir im Bukit Tima Nature Park waren hofften wir Affen zu finden und sind eine Stunde durch den Dschungel gelaufen. Leider nix, aber auf dem Weg zum Bus waren sie auf einmal da, eine halbe Stunde waren wir umzingelt von diesen zauberhaften Geschöpfen, die nach einer gewissen Anlaufzeit richtig zutraulich sind, vor allem die Babys.

Am Sonntag mussten wir aus unserem Hostel ausziehen, was aber auch gar nicht schlimm war (siehe oben) – denn am dritten Abend in der Shisha Bar haben uns Mojtaba und seine Frau angeboten bei Ihnen zu wohnen, sie hätten ein Gästezimmer frei. Heute abend fahren wir also direkt von der Bar mit in unser neues Zuhause, sogar mit Fenster haben wir uns sagen lassen.