Mit Kreditkarte Geld abheben und dabei sparen – in Thailand und dem Rest der Welt

von | 14. Apr, 2016 | Reisen - Tipps und Ziele | 8 Kommentare

 

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Bei unserem ersten langen Auslandsaufenthalt 2006 waren wir nur mit EC-Karten bewaffnet und die Abhebungsgebühren nach sieben Monaten in Thailand, Australien und Neuseeland gingen in den dreistelligen Bereich. Beim nächsten Mal waren wir schon schlauer und die Möglichkeit, mit Kreditkarten kostenlos Geld abheben zu können, sparte uns viele unnötige Kosten. Inzwischen haben wir mehrere Karten dieser Art, aber speziell in Thailand gibt es noch einen zusätzlichen Tipp zu befolgen, um wirklich kostenlos an die heiss begehrten Thai Baht zu kommen. Wir möchten unsere Erfahrungen gerne mit euch teilen.

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es?

Alle Karten zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Keine Kartengebühren
  • Keine Abhebungsgebühren am Geldautomaten durch die eigene Bank

Die Hauptunterschiede für uns sind:

  • Kostenlos bei Auslandseinsatz (Nicht Euro Raum) als Zahlungsmittel nur im Fall der N26 und payVIP Karte.
  • Nutzung von Guthaben und Ausgleich von Rechnungen unterschiedlich gehandhabt, mehr dazu später
Mit Kreditkarte Geld abheben ohne Gebühren!

Das Abheben von Bargeld ist bei den meisten Reisenden wohl die am meisten genutzte Funktion einer Kreditkarte. Das Problem sind die Gebühren, die oft anfallen und die das Reisebudget sehr belasten können. Mit den folgenden Karten müsst ihr keine Sorgen mehr diesbezüglich haben:

Besondere Gebühren an Bankautomaten in Thailand und anderen Ländern

Eine Besonderheit stellen die Abhebungsgebühren an Geldautomaten in Thailand dar, die es aber in ähnlicher Form auch in ein paar anderen Ländern gibt. Die Bank erhebt unabhängig von eurer Kreditkartenfirma oder Hausbank 200 Baht (z.Z. ca. 5 €) pro Abhebung. Bisher war es so, dass man diese Gebühren sowohl von der DKB als auch von der Comdirect erstattet bekam, eine Email reichte aus. Nach den neuen Geschäftsbedingungen, die ab dem 1.6.2016 gelten, ist diese Erstattung bei der DKB allerdings nicht mehr vorgesehen, die Comdirect hat die Erstattung auch gestrichen. Bei NUMBER26 haben wir auf Nachfrage die Information erhalten, dass diese Gebühren nicht erstattet werden.

Danke eines tollen Artikels von Flocutus sind wir auf die Santander 1Plus Visa* aufmerksam geworden. Hier werden die Automatengebühren noch erstattet. Das Abhebelimit liegt zwar bei niedrigen 300 €, was man aber auch als Vorteil sehen kann, was die Sicherheit betrifft.

Wir werden die Karte in Kürze beantragen und bei Zufriedenheit in unsere Auflistung aufnehmen!

In Geschäften bezahlen ohne zusätzliche Kosten

Das Bezahlen mit der Kreditkarte ist für uns Deutsche nicht so alltäglich wie zum Beispiel für Amerikaner. Jedoch passiert es gerade im Urlaub oder auf Reisen vermehrt, dass man nicht genug einheimische Währung hat und zur Kreditkarte greift. Der Klassiker ist hier wohl der Aufenthalt am Flughafen.

Ob beim Abreisen oder Umsteigen, man will kein Geld mehr wechseln, da man sonst zu viel fremde Währung mit nach Hause nimmt, also greift man zur Kreditkarte. Außerdem ist es ziemlich nervig, erst Geld wechseln zu müssen um etwas zu Essen zu kaufen. Deshalb ist es sehr praktisch, eine Kreditkarte zu besitzen, mit der man kostenlos (sprich ohne Gebühren für den Auslandseinsatz, auch ausserhalb des Euroraums!) bezahlen kann.

Für die richtige Sparer: Wechselkurse als Kostenfaktor

Kursvergleich Thailand

Thailand Vergleich: In dem Vergleichszeitraum war der Kurs für die DKB Visakarte bis auf einen Tag besser, im Schnitt bekam man ca. 1,88% mehr THB für einen Euro

Wer wirklich das Letzte an Ersparnis rausholen möchte

Die beiden Visa Karten von DKB und Comdirect nutzen nicht die gleichen Wechselkurse und so kann es von Vorteil sein, je nach Land die eine oder die andere Karte zu nutzen. Die jeweiligen Kurse findet ihr hier:

Der Blogger Skraal hat in seinem Blog mal einen Vergleich der Wechselkurse nach Ländern gemacht und aufgelistet, wann welcher Kurs i.d.R. der bessere in seinem Betrachtungszeitraum war. Das kann sich natürlich ändern, wer es also genau haben möchte muss selbst vergleichen. Für Thailand sah es im März & April 2015 wie in der rechts zu sehenden Grafik aus.

Fazit - mit mind. 2 Karten immer gewappnet sein!

Wenn wir uns auf zwei Karten festlegen sollen wären das:

Mit nur 2 Karten kann man sich die Gebühren für das Geld abheben und Bezahlen mit der Kreditkarte sparen. Da alle von uns vorgestellten Kreditkarten keinerlei jährlichen Fixkosten verursachen, sind sie absolut zu empfehlen.

Ob als Familie oder Alleinreisender ist man sowieso immer gut beraten, mehr als eine Kreditkarten mitzuführen. Uns ist es schon öfter passiert, dass wir eine Karte im Geldautomaten vergessen haben oder der Automat die Karte ohne Grund einbehalten hat. Blöde Situation, aber noch unangenehmer, wenn man keine Ersatzkarte hat. Auch dieses mal hat ein Automat aus unerfindlichen Gründen eine unserer Karten eingezogen. Die Zweite hat leider einen Riss am Magnetstreifen bekommen, so sind wir darüber froh, noch eine zu haben, auf die wir zurückgreifen können.

Die Möglichkeit ohne Gebühren etwas bezahlen zu können haben wir auch schon an einigen Flughäfen zu schätzen gerlernt. Gerne könnt ihr dafür unseren Link nutzen, denn dann bekommen wir sogar eine kleine Provision und ihr bezahlt natürlich nichts extra.

Dieser Beitrag soll euch als erste Orientierung dienen und ist keine Garantie. Unsere Empfehlung sind rein subjektiver Natur und alle Daten sollten vor Beantragung der Karten auf den Seiten der Banken überprüft werden, sowohl was den Wahrheitsgehalt als auch Vollständigkeit anbelangt.

N26 – Unser Favorit

Das Berliner Unternehmen Number26 hat sich nicht mehr und nicht weniger vorgenommen, als den Online Banking Markt zu revolutionieren. Hauptkritikpunkt seitens Number26 ist, dass es sich bei den vorhanden onlinefähigen Konten noch zu sehr um adaptierte klassische Konten handelt, deren Abläufe hinsichtlich Beantragung, Benutzerfreundlichkeit im alltäglichen Einsatz oder Sicherheit nicht mehr zeitgemäß sind. Aber was macht Number26 anders? Wir wollen euch gerne die Vorteile aus unserer Sicht nach einem Jahr Nutzung nennen!
Folgende Punkte möchten wir hervorheben:

  • Sowohl das Abheben an Geldautomaten als auch das Bezahlen in Geschäften erfolgt ohne Berechnung zusätzlicher Gebühren. Kontoführung und Karten (auch Mastercard) sind komplett kostenlos
    Vorsicht: Nach Hotline Angaben werden die Gebühren, die an Geldautomaten in Thailand erhoben werden, nicht erstattet.
  • Das Einrichten eines Kontos erfordert lediglich ein Videotelefonat über die App, in der per Ausweis und Kamera die Identität geprüft wird. Kein lästiger Gang zur Post ist mehr notwendig, um ein PostIdent durchzuführen. Wer das nicht möchte kann aber auch per PostIdent seine Identität bestätigen.
  • Die Sicherheit ist top, denn man kann die Karte per Smartphone App sperren und freigeben (auch für bestimmte Vorgänge wie z. B. Abhebungen oder Bezahlungen) und selbst die PIN kann selbst geändert werden
  • Es gibt inzwischen auch die Möglichkeit einen Dispokredit einzurichten
  • Sehr benutzerfreundliche App und Website, mit Abstand das Beste was wir bisher in diesem Bereich gesehen haben.
  • Geld einzahlen kann man an der Kasse diverser Einzelhandelsketten wie Rewe oder Penny, bisher kostenlos und ab Mai für eine Gebühr von 1,5%, wenn die Einzahlungen 100 € pro Monat überschreiten.

Zur Verfügung steht Geld, das man vorher auf das Konto überwiesen hat, es gibt aber auch die Möglichkeit einen Dispokredit zu beantragen. Wir haben die Karte bisher in Deutschland, Thailand, Malaysia und Dubai eingesetzt und sind bisher sehr zufrieden. Neugierig geworden? Dann beantragt noch heute das Konto bei NUMBER26*!

Die einzigen uns bekannte Nachteile sind:

  • Keine Erstattung der Automatengebühren in Thailand. Da die DKB diese aber ab 1.6. auch nicht mehr erstattet ist das nicht wirklich ein Nachteil.
  • Einzahlung nicht kostenlos: Wer regelmäßig Geld einzahlen möchten auf das eigene Konto muss ab Mai mit 1,5 % Gebühren rechnen. Eine Möglichkeit wäre ein Konto bei einer Filialbank und dem Transfer des Geldes zu Number26, praktisch ist das aber nicht gerade.

DKB Visa Karte – Der Klassiker

Die Visa Karte der DKB seit fast 10 Jahren so etwas wie die Standard Kreditkarte für Menschen die überall in der Welt gebührenfrei Geld abheben möchten. Wir haben sie seit 2008 im Einsatz und können nur Gutes berichten.
Folgende Punkte sprechen für die DKB Visa Karte:

  • Mit Kreditkarte Geld abheben an allen Geldautomaten weltweit mit dem Visa Emblem
  • kostenlose Kontoführung, unabhängig von regelmäßgem Geldeingang
  • keine Jahresgebühren für Maestro- und Visa-Karte

Damit sind schon mal die wichtigsten Faktoren erfüllt.

Einen gravierenden Nachteil hat die DKB Visa Karte in unseren Augen aber doch. Neben der im Vergleich zu Number26 umständlichen Beantragung und weniger benutzerfreundlichen App/Website ist das die Tatsache, dass man bei Einsatz der Karte als Zahlungsmittel im Ausland Gebühren anfallen, wenn andere Währungen als der Euro abgerechnet werden. Diese Gebühren liegen z. Z. (April 2016) bei 1,75 %.

Auch die Erstattung der Automatengebühren in Thailand (z. Z. 200 Baht pro Abhebung) und anderen Ländern wurde gestrichen.

payVIP – Gebührenfrei bezahlen und abheben

Die payVIP Mastercard Gold der in Luxemburg beheimateten Advanzia Bank ist die ideale Kreditkarte zum gebührenfreien Bezahlen weltweit, ausserdem kann man damit auch noch Geld ohne Gebühren abheben.

Die Vorteile sind schnell genannt:

  • keine Gebühren für die Karte, Geldabhebungen oder Barzahlungen
  • inkl. einer Reiseversicherung

Im Prinzip haben wir nur ein einziges Manko entdeckt: Das Ausgleichen des Kontostands sollte zeitnah erfolgen

Es ist eine reine Kreditkarte, ohne dazugehöriges Girokonto. Deshalb werden die Abrechnungen am Anfang des Folgemonats nur per Email versendet. Der fällige Betrag muss dann auf das Kreditkartenkonto überwiesen werden. Hier ist keine Lastschrift möglich. Verpasst man das Zahlungsziel, werden monatlich Sollzinsen fällig. Das Abheben von Bargeld im Ausland ist zwar ebenfalls kostenlos, wird aber bis zum Ausgleich mit monatlich verzinst, das ist also mit den Visakarten von NUMBER26, DKB und Comdirect einfacher und im Zweifel günstiger.

Comdirect – die Alternative zur DKB

Das comdirect Girokonto mit Visa Karte ist im Prinzip vergleichbar mit der DKB Variante.

Hier bietet sich ein ähnliches Bild wie bei der DKB:

  • kostenlos Geld abheben an allen Geldautomaten weltweit mit dem Visa Emblem
  • kostenlose Kontoführung
  • keine Jahresgebühren für Girokarte und Visa Karte
  • Aktuell gibt es sogar bis zu 150 Euro Prämie für Neukunden (Stand April 2016)

Der größte Nachteil ist das Thema Einzahlungen, davon sind nämlich nur drei pro Kalenderjahr kostenlos! Danach fallen 1,90 € pro Einzahlung an. Wie bei der DKB fallen auch bei der comdirect 1,75% Gebühren an, wenn man die Karte als Zahlungsmittel ausserhalb des Euroraumes einsetzt.

Wärhungsrechner: Welche Währung Thailand hat und wie man Euro in Thai Baht umrechnet

Als wir das erste mal 2006 nach Thailand kamen, lag der Wechselkurs Euro : Thai Baht bei ca. 1:50. Man hat also gut 50 Baht für einen Euro bekommen, was die Umrechnung recht einfach machte, 1000 Baht waren 20 €. Irgendwie ist das leider immer noch ziemlich in unseren Köpfen verankert, obwohl die Thailändische Währung nie wieder so stark war. In den letzten Jahren hat sie sich unter 40 eingependelt, ist aber auch schon mal auf 35 oder 37 gefallen – wir waren natürlich bei beiden Tiefstständen im Land, sehr unerfreulich.

Bildnachweis Headerfoto & Artikelfoto: TBIT @ pixabay

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