Verhaltenstipps für einen harmonischen Start ins Thailandabenteuer

von | 21. Jun, 2016 | Reisen - Tipps und Ziele | 27 Kommentare

Der Kulturschock bei einer Reise nach Thailand hält sich je nach eigener Offenheit in Grenzen, was unter anderem daran liegt, dass einem Thailänder ihre Kultur auch nicht gerade aufdrängen – und im Falle unangemessenen Verhaltens selten darauf hinweisen. Das führt dann bei vielen Besuchern dazu, dass sie sich eigentlich „falsch“ oder zumindest „fragwürdig“ verhalten und sich dessen noch nicht einmal bewusst sind.

In erster Linie liegt dies daran, dass Thais im Normalfall nicht die offene Konfrontation suchen, falls dieser seltene Fall doch Eintritt, ist große Vorsicht geboten. Ein Beispiel: wenn Menschen ohne T-Shirt durch Pai rennen, werden sie im Zweifel eher von ansässigen Farangs (Sammelbezeichnung westliche Ausländer) ermahnt, von Thais jedoch nicht. Oftmals kommt dann sogar ein Spruch in die Richtung „Die Thais haben aber nichts dagegen“ – dazu kann man nur sagen: Doch, das haben sie schon, aber sie sagen es einem eben nicht direkt.

Wir möchten gerne einige Verhaltensregeln und Besonderheiten in Thailand vorstellen, mit denen man auch oder gerade als erstmaliger Besucher konfrontiert wird.

Der Wai und die Begrüßung – die Anrede von Menschen

Ein richtig ausgeführter Wai

So sieht ein richtig ausgeführter Wai aus – wir haben tatsächlich kein Foto in unserem Archiv gefunden, unglaublich!

Die thailändische Begrüßung besteht aus dem Grußwort „Sawadee“ (ausgesprochen „sawatdii“) und dem Anhängsel „kha“ (Frauen) bzw. „krab“ (Männer). Diese Anhängsel sollten im Prinzip an JEDEN Satz angehängt werden, es ist eine Höflichkeitsfloskel und ein „Sawadee“ ohne „krab“ ist nur halb so viel wert und klingt falsch.
Hinzu kommt der „Wai“, ein Gruß mit gefalteten Händen. Die Höhe der Handposition ist vom Status des Gegenübers abhängig, bei Mönchen werden die Hände beispielsweise vor die Stirn gehalten, im Normalfall reicht vor der Brust, Finger auf Kinnhöhe aus. Es wird oftmals empfohlen, dass von einem Ausländer kein Wai erwartet wird, was grundsätzlich stimmt, aber unterm Strich wird er doch immer mit Freude entgegengenommen. Der „Wai“ wird auch bei einer Entschuldigung und beim Bedanken angewandt.

Wenn Kinder einen schönen Wai machen, schmelzen die Herzen der Thais dahin, und ganz nebenbei haben die meisten Kinder daran auch Spaß – nicht zuletzt durch die überschwänglichen Reaktionen der Thais. Liam ist mit 14 Monaten manchmal vornüber gefallen, so enthusiastisch hat er den Gruß durchgeführt.

Die Anrede und Verwendung von Namen

Thais nutzen eigentlich nur Vornamen, genauer gesagt Rufnamen. Den offiziellen Vornamen haben die Meisten nämlich durch einen Spitznamen ersetzt, sei es bereits durch die Eltern oder einen im späteren Leben selbst ausgesuchten. So einfach ist das, gefällt einem der Namen nicht, sucht man sich halt einen anderen aus – wir mögen das Konzept. Dementsprechend sollte man bei der Frage nach dem Namen auch immer nur den eigenen Vornamen nennen und nicht darauf spekulieren, als „Herr Maier“ angesprochen zu werden.
Darüber hinaus gibt es drei Worte oder Präfixe, die man vor dem eigentlichen Namen zur Anrede sagen kann:

  • „Khun Chris“: Aus Höflichkeit kann man ein „Khun“ voranstellen, unabhängig ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt.
  • „Pi Chris“: Falls der Gesprächspartner älter ist macht sich „Pi“ noch besser, das gilt auch bei besonderen Respektspersonen wie Mönchen oder Dorfvorstehern. Wenn man den Namen einer Person nicht kennt ist „Pi“ auch eine respektvolle Lösung, um diese anzusprechen und im Alltag begnügt einem „Pi“ sehr häufig.
  • „Nong Chris“: Wird bei Menschen die jünger sind eingesetzt, gerade auch bei Kindern. Wir finden, als Tourist ist es besser, „Nong“ bei Erwachsenen gar nicht zu nutzen. Thais setzen es z. B. ohne Namen oft bei Kellnern etc. ein, eine gewisse Abwertung ist dabei nicht ganz unbeabsichtigt.

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Respekt ist wichtig und allgegenwärtig

Wie vermutlich schon aufgefallen, das Erweisen von Respekt im alltäglichen Umgang ist sehr wichtig in Thailand. Ein besonders gutes Beispiel stellt das Vorbeigehen an älteren, sitzenden Menschen dar.

Die Etikette sieht dann vor, dass der Vorbeigehende sich so weit bückt, dass der Kopf unter dem des Sitzenden ist. Es reicht auch schon das symbolische Bücken, wenn man beispielsweise an am Boden sitzenden Personen vorbeigeht. Aber mit der Nase in den Himmel gestreckt stolzieren, das ist nicht so gern gesehen.

Herumschreien ist generell nicht angebracht. Ob zum Rufen einer Person oder in einer Diskussion, eine angemessene Lautstärke ohne Meckern und Maulen, bringt einen im Zweifel immer schneller ans Ziel als ein emotionaler Ausbruch. Zu beachten ist, dass die oft laute Art zu reden, die Europäer pflegen, in den Ohren von Thais generell schon an Schreien grenzt – dann kann man sich vorstellen, wie da wirkliches Schreien erst wirkt.

Es gibt dabei einzelne Personengruppen, denen besonderer Respekt gegenüber gebracht wird:

  • Der König und Angehörige der Königsfamilie: Der König ist für Thais unantastbar und Beleidigungen jeder Art können zu drastischen Strafen führen, bis hin zu Gefängnis. Als Beleidigung gilt dabei sowohl negative Rede als auch das Beschmieren der an vielen Orten angebrachten Fotos oder auch das Treten auf einen Geldschein – diese enthalten nämlich ein Abbild des Königs. Wenn die Hymne ertönt (morgens und abends im Radio und z. B. vor jedem Kinofilm) erheben sich alle Menschen aus Respekt, man sollte sich einfach anschließen.
  • Buddhistische Mönche: Mönche sind höchst respektierte Personen in Thailand und es ist Frauen nicht gestattet, einen Mönch zu berühren, Männer sollten es auch unterlassen. Mönche müssen den Wai auch nicht erwidern.
  • Hohes Ansehen und Stellung: Ein Dorfvorsteher, Militärangehöriger oder Polizist genießt ebenfalls höheren Respekt.
  • Ältere Personen: Generell werden Personen, die älter sind als man selbst, mit „Pi“ als Präfix angesprochen und mit entsprechendem Respekt behandelt.

Daneben ist es essenziell, keine Statuen des Buddhas zu entweihen. Also Finger weg und alberne Selfies mit einer Statue findet auch keiner lustig, es gab in den vergangen Jahren erschreckende Beispiele menschlicher Entgleisungen.

Und nochmal der Hinweis, nur weil niemand etwas sagt in so einer Situation, heißt das nicht, dass sie gutgeheißen wird.

Ein Extrembeispiel waren vor ca. 2 Jahren zwei Russen, die in einen Tempel in unserer Nähe eingebrochen sind, betrunken und anderweitig unter Drogen. Sie haben sich dann in Mönchsroben in den Gebetssaal gesetzt und weiter getrunken, bis die Mönche des Klosters sie dort entdeckten. Verhaftung und sofortige Abschiebung – damit wären sie sogar noch gut bedient gewesen. Einer der beiden zog es jedoch vor, bei der Verlegung in ein anderes Gefängnis einen Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Die Abschiebung war dann erstmal hinfällig.

Die Sache mit dem Gesicht verlieren

Darüber ließen sich ganze Bücher füllen, über die vor allem in Asien generell recht verbreitete Angst des „Gesicht Verlierens“. Im Kern geht es darum, dass man nicht in der Öffentlichkeit bloßgestellt werden möchte und das auch Anderen ersparen möchte. Das hat zum Teil recht interessante Auswirkungen, bietet aber auch durchaus Vorteile hinsichtlich der Vermeidung von Streits. Ein paar Beispielsituationen, die davon beeinflusst werden:

  • Die Frage nach dem Weg wird oftmals vage beantwortet, auch wenn man sich nicht sicher ist. Man möchte die Unwissenheit einfach nicht eingestehen. Das kann einem auch durchaus bei einem Taxifahrer passieren.
  • Die Kellnerin, die die Bestellung nicht richtig versteht, handelt nach dem, was sie denkt gehört zu haben, anstatt nach dem zweiten Mal nochmals nachzufragen.
  • Geschenke werden normalerweise von Thais nicht vor den Augen des Schenkenden geöffnet, da man durch eine falsche Reaktion diesen kränken könnte.
  • Jemanden öffentlich für einen Fehler, und ist dieser auch noch so klar, zu kritisieren, ist ein absolutes No-Go. Das gilt für die Kellnerin, die das falsche Essen bringt genauso wie für den Arzt, der eine fragwürdige Diagnose stellt. Kombiniert mit Rumschreien und Meckern wird daraus schnell ein ernst zu nehmendes Problem.
  • Selbst unter Freunden ist es nicht möglich oder angebracht, den Älteren auf offensichtliche Fehler direkt hinzuweisen. Vor allem in geschäftlichen oder familiären Problemsituationen kann dies ein Fluch sein. Für uns meist schwer nachzuweisen vollziehen, ist aber eben eine andere Kultur und Denkweise und sollte einfach respektiert werden.

Bedeutung von Kopf, Händen und Füßen

Der Kopf ist für Thais heilig und dort sitzt das Selbst. Das Berühren Fremder am Kopf ist keine gute Idee, selbst bei fremden Kindern ist es nicht unbedingt ratsam. Wobei gerade letzteres Thais sehr gerne gerade bei Farangs machen, ein zweischneidiges Schwert also. Kennt man die Kinder, so ist es kein Problem, auf diese Weise Zuneigung auszudrücken.

Was den Einsatz der Hände anbelangt, wildes Gestikulieren gilt als unhöflich. Man sollte nie auf andere Menschen mit den Fingern zeigen.
Und die Füße, das ist ein besonderes Thema. Füße sind das Gegenteil des Kopfes und gelten als schmutzig und unrein. Dementsprechend werden diese vor einer Massage rituell gewaschen, wenn sie danach angefasst werden sollen. Deshalb lässt man seine Schuhe vor dem Haus oder auch vielen Lokalen stehen (entsprechende Schilder beachten) und deshalb sollte man versuchen, nie mit den Fußsohlen auf andere Menschen zu zeigen. Verschränkte Beine sind deshalb oftmals unangebracht. Füße auf den Tisch legen ein noch schlimmeres Delikt, als bei einem strengen deutschen Patriarchen.

In Pai gibt es einen alten sehr traditionellen Friseur, der schickt Leute egal welcher Herkunft nach Hause, wenn sie mit verschränkten Beinen darauf warten, an die Reihe zu kommen. Mit dem Hinweis, dass man Morgen wiederkommen soll, mit den richtigen Manieren.

Kleider machen Leute

Thais legen sehr viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Niemand schaut einen Bauern schräg an, wenn dieser mit schmutzigen Klamotten in Erscheinung tritt – aber wenn man als reicher Mensch (und der ist man automatisch, wenn man sich die weite Reise leisten kann) in zerrissener Kleidung auftritt, darf man keine große Begeisterung erwarten. Schwere Zeiten für (Alt-)hippies! Eine Freundin von uns hat in Pai viel Geld gemacht durch den Verkauf von T-Shirts mit dem Aufdruck „Hippies Smell“, ihre Kunden waren zu mindestens 50% Thais. Dazu passend ist die Angewohnheit, keine Schuhe zu tragen. Vereinfacht gesagt, wenn man normalerweise seine Schuhe vor dem Betreten eines Hauses stehen lassen soll, wie bewerkstelligt man das denn, wenn man gar keine Schuhe trägt?

Und wenn wir schon beim „nicht Tragen“ von Kleidungsstücken sind: liebe Männer, bitte lasst eure T-Shirts an. Es ist eine Sache, in die Strandbar zu gehen, aber schon der Gang in die Shopping Mall auf der anderen Seite der Küstenstraße, rechtfertigt das Anziehen eines T-Shirts. Und wenn kein Meer in Sicht ist, wie im Norden des Landes? Dann gibt es eigentlich gar keine Ausrede mehr. Gerade im Norden ist es einfach extrem respektlos halbnackt durch die Gegend zu laufen. Im Süden, vor allem auf den Inseln, sieht man auch öfter mal Thais „oben ohne“, aber muss das echt sein?

Ach ja, „oben ohne“ bei Frauen: Geht gar nicht, das sollte denke ich jedem klar sein, wenn man bedenkt, dass viele Thai Frauen nur mit T-Shirt o. Ä. Baden gehen. FKK ist natürlich genauso unangebracht.

Kurze Hosen (auch bei Männern) und knappe Oberteile sind keine passende Bekleidung für den Tempelbesuch, aber das sollte selbstverständlich sein. Die generelle Ablehnung kurzer Röcke und knapper Tops, die in vielen Ratgebern angeraten wird, finden wir etwas überholt. Thais tragen selbst gerne durchaus körperbetonte Bekleidung, es ist nur eine Frage der Situation.

Andere Blickwinkel in alltäglichen Situationen

Die Bewertung von Situationen und Menschen unterscheidet sich teilweise erheblich von denen im Westen. Da kann es helfen, sich ein paar Beispiele vor Augen zu halten.

  • Generell urteilen Thais weniger, was Äußerlichkeiten am menschlichen Körper anbelangt. Unser Sohn hat ein kleines Anhängsel am Ohr, auf dass ihn immer öfter westliche Kinder ansprechen, was ihn auch nicht stört, es ist sein Ohrring. In Thailand wurde er so gut wie gar nicht darauf angesprochen, im Gegenteil Thais wundern sich dann gerne darüber, dass das überhaupt ein Thema für jemanden ist.
  • Dick zu sein ist eher ein Ausdruck von Wohlstand und schon gar kein Grund zum Abwerten. Wenn man also zu hören kriegt, man habe zugenommen, dann ist das keine Beleidigung.
  • Das Zeigen von Wohlstand und in gewissem Maße auch das Prahlen mit Geld ist nicht so negativ behaftet. Reich ist der, der es verdient hat durch ein „gutes“ Leben oder Vorleben, das ist grob gesagt der Hintergrund. Dennoch ist es keine gute Idee als Farang mit Reichtum zu protzen, Geiz ist aber ebenso wenig angesagt, das hatten wir in unserem Artikel über die Kosten einer Thailandreise schon ausführlich angesprochen.

Besonderheiten am Esstisch

Beim Essen gibt es eine Vielzahl von Regeln, ein Verstoß gegen diese wird einem als Gast aber normalerweise verziehen – man weiß es ja nicht besser. Trotzdem der Hinweis auf ein paar Besonderheiten.

  • Das Hauptbesteck besteht aus einem Löffel und einer Gabel, Messer sucht man in der Regel vergeblich. Das Essen wird in der Regel aber bereits in mundgerechten Häppchen serviert. Ein ganzer Fisch wiederum wird einfach mit Gabel und Löffel zerlegt. Generell nutzt man die rechte Hand für den Löffel und die linke für die Gabel.
  • Stäbchen werden an und für sich nur bei Nudelgerichten und Nudelsuppen eingesetzt, Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Bei Suppen bekommt man dann zusätzlich noch einen kurzen, breiten Löffel, um die Brühe essen zu können.
  • Es gibt keine Gangfolge wie in Europa. Bei einem gemeinsamen Essen werden alle Gerichte auf den Tisch gestellt, jeder Anwesende bekommt Reis oder Nudeln auf den Teller oder in die Schüssel und nimmt sich von den Gerichten. Dabei bitte nie das persönliche Besteck nutzen, sondern das dafür vorgesehene Besteck in den Schüsseln und Tellern der Gerichte nutzen.
  • In Thailand wird meist kein hoher Wert auf ein warmes Essen gelegt, deshalb nicht wundern, wenn die Gerichte lauwarm serviert werden oder bei Partys dann einfach kalt gegessen werden.
  • „Iss deinen Teller auf, sonst regnet es morgen“ – Endlich kann man diesem Unsinn guten Gewissens widersprechen, zumindest bei Einladungen. Ein leerer Teller bedeutet nämlich im Prinzip, dass man noch Hunger hat, ein Anstandsrest macht sich gut.
  • Stäbchen nicht in den Reis stecken oder in die Schüssel legen, sodass diese nach oben ragen. Eigentlich ist das eher ein chinesisches Thema, aber aufgrund des hohen Anteils Chinesischer Vorfahren, ist es auch in Thailand relevant. Der Anblick aufragender Stäbchen erinnert an Räucherstäbchen, die auch bei Beerdigungen angebrannt werden, deshalb eine unpassende Symbolik.

Mei pen rai – frei übersetzt „macht doch nichts“ – bis es dann nicht mehr egal ist

Wir haben uns das bewusst für den Schluss aufgehoben. „Mei pen Rai“ ist so etwas wie der Landes-Slogan Thailands. Macht nichts, halb so schlimm. Dies wird sehr großzügig bei Kindern und Freunden angewandt. Kann sich aber gerade bei Problemen auch mal sehr negativ äußern, weil diese z. B. nicht ernst genommen werden. Im Großen und Ganzen macht diese Einstellung das Leben in Thailand jedoch sehr angenehm.

Daraus resultierend werden einem als Gast auch viele Fehltritte und Unwissenheiten verziehen, der erhobene Zeigefinger ist keine typisch thailändische Eigenschaft. So kommt es auch, dass Menschen sich tage- und wochen- und monatelang daneben verhalten können, ohne einmal mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert zu werden.

Eigentlich könnten wir uns den letzten Absatz auch sparen: die Einen lassen sich eh nicht belehren und die Anderen werden davon nie betroffen sein, da sie nicht auf Ärger aus sind. Wir wollen trotzdem noch ein paar mahnende Worte anbringen.

Man sollte sich einfach über eine Tatsache im Klaren sein: irgendwann ist auch diese besondere Form der Toleranz ausgereizt und dann kann es durchaus in das Gegenteil umschlagen. Probleme werden in Thailand oft nicht durch ewiges Debattieren gelöst, was schon aufgrund sprachlicher Barrieren scheitern kann, sondern gerne mit der Faust. Ein extremes Beispiel dafür ereignete sich vor wenigen Monaten während Sonkran in Hua Hin, das Video ist nur etwas für starke Nerven.

Gewalt ist in Thailand ein großes Thema und ein ernsthaftes Problem, was sich allein an den jährlichen Zahlen an (Schusswaffen-)Morden zeigt. Thailand rangiert hier zusammen mit Kolumbien, Guatemala und Südafrika auf den Spitzenpositionen. Davon bekommt man als Tourist normalerweise nichts mit, um es aber auf den Punkt zu bringen: man sollte zwei Mal darüber nachdenken, eine Barschlägerei anzuzetteln, denn man weiß nie, wer alles eine Waffe dabei hat.

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