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Was schrieb letztens jemand hinsichtlich unserer Pläne nach Phuket zu fahren: „Ich dachte ihr wollt Thailand kennenlernen und nicht Touriland“. Seit heute wissen wir, was er meinte und er hatte Recht. Es gibt wohl zweifelsohne Orte, an die es einen nicht mehr zurückzieht. Phuket ist erstmal einer davon.

Die Eindrücke bei unserem Transfer zu unserem Hotel und unser abendlicher Spaziergang durch Kamala bestätigen die Befürchtungen: Phuket ist selbst im Vergleich mit den touristisch entwickelten Inseln, auf denen wir bisher waren, nochmal zwei Stufen schlimmer. Phuket Stadt verdient kaum eine Erwähnung und ansonsten häufen sich hier überall mehrstöckige Hotels statt ansehnlichen Bungalowanlagen – Ballermann auf Mallorca lässt grüßen.

Unsere Unterkunft – Skandinavisch geprägt

Unsere Hotel haben wir diesmal wieder vorher gebucht, unter anderem wegen der Größe der Insel, mit Ablaufen ist da nicht viel. Das Kamala Bay Garden ist ein ein Hotel für Familen, bevorzugt skandinavischer Herkunft, normalerweise so gar nicht unsere Preisklasse und auch nicht wirklich unsere Idealvorstellung rein von der Flair, Bauweise etc. Aber dank einer Aktion auf Sawadee können wir es uns es so irgendwie leisten, zumal die Unterkünfte in Phuket recht gepfefferte Preise haben war es dann schon fast wieder günstig. Das Hotel ist nicht sehr voll, deshalb ist es auch trotz der angekündigten Kinder recht ruhig und die Anlage mit Pool ist wirklich schön. Das Zimmer ist das bisher schönste in Thailand und ist mit 56 qm sehr gr0ß. Es besteht aus einem getrennten Wohn- und Schlafraum, einem schönen Bad und einer kleinen Küchenzeile, also für Familien ideal, wir nehmen es aber auch gerne wie es ist. Auch wenn wir sonst eher Fans von Bungalows sind, aber die konnten wir auf die schnelle auf Phuket nicht entdecken.

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Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Normalerweise würde das Zimmer knappe 4000 Baht die Nacht kosten, wir zahlen derzeit 2000 Baht. Bei vollem Preis wäre es zwar kein Schnäppchen, im Vergleich zu manch anderem was wir alleine an dem Strand hier gesehen haben sein Geld immer noch Wert.

In Phuket gehen manche Uhren anders

Komisch ist hier so einiges, z.B. dass man nirgends die Straßenstände mit den leckeren Shakes und Thai-Pfannkuchen sieht. Auch der Wäscheservice ist hier anders als bisher überall. Normalerweise haben wir pro Kilo 30 – 50 Baht gezahlt. In ganz Kamala gibt es keinen Service nach Kilo, nur nach Stück, wobei dann ein T-Shirt alleine 20 Baht kostet, wird ganz schön teuer auf Dauer. Phuket ist halt weder Phi Phi noch Samui, da kann man wohl nicht so viel erwarten. Der Kamala Strand ist allerdings schon recht schön und man kann hier auch nachmittags noch baden, was in Phi Phi aufgrund der starken Ebbe auf der ganzen Insel nicht möglich war.

Die Insel ist ein Traum – der ganz besonderen Art

Wir haben die Westküste komplett abgefahren, sind dann noch um die Südspitze gefahren bis nach Chalong und haben Teile des Hinterlandes gesehen. Und wir können nur sagen, echt Wahnsinn.

Als erstes wäre die unglaubliche Flora und Fauna zu nennen. Es wachsen hier an nahezu allen Stränden die seltenen Sonnenschirmbäume, in verschiedenen Farben und Größen. Durch den Schatten, den diese spenden, gedeihen unter ihnen verschiedene Sorten von Sonnenliegen-Pilzen und die sich sonnenden Menschenaffen sind eine wahre Freude. Ähnlich faszinierende Anblicke kennt man sonst nur von Ballermann 6 oder Rimini, es ist einfach beeindruckend.

Die schönsten Strände dieser Paradiese waren der Patong und der Kata Beach, dort war die Flora so dicht, wir konnten das Meer kaum sehen vor lauter Wildnis! Und all das lässt sich von 50 Meter hohen Aussichtstürmen bewundern, das Meer erreicht man ohnehin kaum noch. Hinzu kommt der super Umgang mit den beheimateten Tieren Thailands. Da wären beispielsweise die Adler, die man mancherorts einsam und verlassen am Himmel kreisen sieht. Diese armen Kreaturen, wieviel besser geht es da den Kerlchen, die ihr Geld damit verdienen, dass er sich einem Touristen auf die Schulter setzen darf und seine Nahrung nicht selbst suchen muss wie seine armen Artgenossen. So sieht Tierschutz aus, man darf diese Vögel nicht einfach verwildern lassen!

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Wir haben uns ca. sieben Strände angeschaut, der einzige der leider nicht so ganz mithalten kann ist der Kamala Beach, den wir von unserem Hotel erreichen können. Dieser ist recht verlassen verglichen mit den anderen, kaum Sonnenschirmbäume, aber man kann halt nicht immer Glück haben.

Schalten wir den Ironiemodus mal wieder aus

Phuket ist noch viel schlimmer, als wir dachten. Die Aussichtstürme sind hässliche Wolkenkratzer, es gibt sogar ein Oktoberfestzelt und die Strände sind so überlaufen, dass man sich am Ballermann auch nicht anders fühlen würde. Eines ist klar, die Strände waren sicherlich mal einige der schönsten in Thailand, aber das ist wohl Jahrezehnte her. Auch die dahinter liegenden Orte sind charakterlos und teuer, wenn man in Bangkok noch überall Einheimische in der Khao San Road und den anderen Zentren sieht, die sich dort auch wohlfühlen, dann sieht man hier fast gar keine Einheimischen mehr! Aber wenn ich Thai wäre, ich hätte auch andere Traumorte. Und die wenigen Einheimischen, die dann in Patong oder so zu finden sind haben einen besonderen Geschäftssinn, also dagegen sind Tuk-Tuk Fahrer in Bangkok zurückhaltend, höflich und schüchtern.

Natürlich gibt es einige recht ansehnliche Luxusresorts wie zum Beispiel das Meridien in der Relax Bay, aber für den Preis kann man auch überall sonst in der Welt Luxus bekommen und hat wirklich ein kleines Paradies, das dann auch vielleicht über die Hotelmauern hinausgeht.

Alles in allem können wir nicht empfehlen nach Phuket zu kommen, es sei dann man sucht genau das oben beschriebene. Aber da haben wir dann einen Geheimtipp, Bulgarien scheint für sowas inzwischen super zu sein und im Gegensatz zu Phuket auch billig, denn auch das war hier einmal. Ob die Unterkünfte, Wäschereien oder das Essen, hier ist alles teurer als sonstwo, selbst Phi Phi war billiger. Dabei wäre es bei so einer kleinen Insel noch eher verständlich, wenn alles teuer wäre, Phuket ist ja schon fast keine Insel mehr und einen Hopser vom Festland entfernt.

Da war unser nächster Stopp in Kao Lak schon wesentlich schöner.

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