1000 Kilometer Entfernung, nichts besonderes in Australien!

von | 20. Dez, 2006 | Australien, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

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Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Die vergangene Woche waren wir zwischen Sydney und Brisbane unterwegs. Es ist schon faszinierend, welche Distanzen man in Australien zurücklegt, und trotzdem sieht man nur einen kleinen Teil des Landes. Aber was wir gesehen haben ist auf jedem Fall wunderschön und macht Lust auf mehr.

Auto ausleihen statt Bus fahren – ganz nach unserem Geschmack

Vergangenen Freitag war es soweit, wir haben unser Auto abgeholt und sind damit nach Hause gefahren, um unser Gepäck einzuladen. Da Vici ja noch nicht 25 ist, darf diesmal nur ich fahren, ansonsten hätten wir hohe Zusatzkosten gehabt. Die Abholstation ist in Kings Cross, also quasi um die Ecke von Paddington, wo wir in Sydney wohnen. Aber es war einer der aufregenderen Trips bisher: in Thailand herrscht zwar auch Linksverkehr, dort sind wir aber nur in ländlichen Gegenden unterwegs gewesen. Aber in einer Großstadt wie Sydney, das ist schon was anderes. Blinker und Scheinwerfer haben sich auch noch auf die falsche Seite geschlichen, das führt dann dazu, dass man in der Hektik dauernd am Scheibenwischer rumreisst, das passiert mir nach einer knappen Woche immer noch manchmal. Inzwischen klappt das alles aber ganz gut, auch die vielen Kreisverkehre sind eigentlich kein Problem mehr.

Es war das billigste, dass man finden konnte und wir haben wirklich alles ausprobiert, über Internet und vor Ort. Das ist sogar schon nicht mehr die kleinste Klasse, aber der Vermieter war für die eine Woche unschlagbar billig und hat nur dieses eine Modell. Aber dennoch als Tipp: am besten kommt man vor allem bei etwas längeren Mietperioden weg, wenn man das Auto über einen ausländischen Veranstalter bucht, www.billiger-mietwagen.de ist zum Vergleich echt super. Da sind Preisunterschiede von weit über 20% völlig normal, obwohl dann ein oder zwei weitere Zwischenfirmen mitverdienen. Das werden wir auch bei unserer längeren Miete ab Anfang Januar nutzen.

Zurück zu unserem Roadtrip. Sydney hat uns den Abschied für eine Woche recht leicht gemacht, seht selbst:

Sydney Harbour Bridge bei Regen

Sydney Harbour Bridge bei Regen

Das Wetter blieb dann auch konstant so, während wir auf dem Highway Richtung Norden getuckert sind. Die Weite und Größe des Landes war schon dort beeindruckend für uns, was erfahrenen Australien-Reisenden wohl eher ein müdes Lächeln entlockt, denn die 1000 Kilometer zwischen Sydney und Brisbane gehören zu den am dichtesten besiedelten in Australien. Wir sind dann am ersten Tag bis Port Macquarie gefahren (knappe 400 Kilometer nördlich von Sydney) und was sehen wir kurz davor auf einer großen Wiese? Kängurus! Völlig frei, die meisten recht klein (vielleicht waren es auch Wallabies) und ein echt großes, das hätte auch Preisboxer werden können bei den Oberarmen.

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Großes Känguru am Straßenrand

Großes Känguru am Straßenrand

Koalas kennen lernen im Billabong Koala Park

Wir sind stehengeblieben und haben den Tieren ganz lange zugeschaut, faszinierend. Der Regen hörte den restlichen Tag nicht auf und der Besitzer unseres Motels meinte auch, dass das Wetter absolut untypisch für diese Jahreszeit ist, zumal es auch noch recht frisch war. In der Früh haben wir uns noch den Strand angeschaut und sind schließlich zu einer der Hauptattraktionen des Ortes gefahren, dem Billabong Koala Park, auf dem Weg haben wir auf dem Feld wieder die Kängurus gesehen. In dem Koala Park kamen wir gerade rechtzeitig zur Streichelstunde – ein Pfleger erzählte vieles über Koalas und danach durfte jeder mal dem Koala über den Rücken streicheln. Irgendwie schon sehr touristisch, aber wer will schon nach Australien und nicht wenigstens einen Koala streicheln. Und sie sind halt einfach so cool. In dem Park gibt es neben Reptilien und zwei Affen vor allem noch ganz viele Wallabies und Kängurus und das Beste daran ist, dass es wie in einem Streichelzoo in Deutschland ist: man kann Futter kaufen und die Tiere füttern und sie streicheln. Aber wenn das Kängurus und keine Ziegen sind ist das schon viel besser.

Bei aller Größe ist Australien aber wiederum auch wie ein Dorf, man sieht sich dauernd wieder. Da wäre vor allem eine kanadische Familie mit drei Kindern zu nennen, die Kihns, die wir alleine in Port Macquarie drei mal getroffen haben, einmal auf dem Feld mit dem Kängurus, einmal im Motel und am nächsten Tag bei den Koalas. Gut, dass liegt alles nah beinander, aber wartet ab, es kommt noch besser.

Gold Coast und Surfers Paradise – der Name ist Programm

Wir sind dann weitergefahren, wieder ohne festes Ziel und mit dem Wunsch, den Regen hinter uns zu lassen. Doch dazu mussten wir weit fahren, vorbei an Coffs Harbour und an Byron Bay und anderen reizvollen Stationen. Nach weiteren 500 Kilometern waren wir dann an der Gold Coast, dem Touristenmekka in dieser Gegend Australiens. Wir hatten echt Angst, es würde dort aussehen wie in Palma de Mallorca, aber weit gefehlt: es gibt zwar noch mehr Unterkünfte, Hochhäuser und Möglichkeiten abends die Sau rauszulassen, der Strand ist aber so unbeschreiblich groß und lang, dass man dort immer ein ruhiges Plätzchen für sich findet, zumindest als wir dort waren. Es ist einfach ein unendlich langer, weißer Sandstrand, teilweise bis zu 50 Meter breit und das Meer mit den Surfern und Kitesurfern in den Wellen sieht einfach traumhaft dazu aus. Wobei der Ozean hier schon was anderes als in Thailand ist, die Wellen reissen einen richtig weg und die Strömung macht es einem teilweise schwer, stehen zu bleiben. Wir haben dann recht schnell ein günstiges Motel gefunden und haben uns abends noch den Hauptort, Surfers Paradise, angeschaut. Und wen treffen wir dort in einem Supermarkt? Unsere Kanadier! Zufall ist das keiner mehr, am nächsten Abend haben wir sie dann auch in ihrem Appartement besucht und die Aussicht auf das Meer von ihrem Balkon aus genossen.

Motel oder Wohnung – die Wahl viel uns leicht

Letztendlich sind wir dann am nächsten Tag ins gleiche Gebäude gezogen und waren somit drei Tage lang Nachbarn, dank Rabatt und Nebensaison (noch bis kurz vor Weihnachten) konnten wir ein „Schnäppchen“ machen: das Motelzimmer, sauber aber sehr einfach, hatte 65 Dollar gekostet, es gab aber keine Möglichkeit selbst zu kochen. Die Wohnung, in der wir drei Nächte gezahlt haben, kostete zwar 90 Dollar (ca. 54 Euro), hatte aber eine Riesenküche, eine eigene Waschmaschine und ein Riesenwohnzimmer. Wenn man die Waschmöglichkeit und die Küche berücksichtigt, war das Appartement definitv günstiger als das Motelzimmer, auch ein winziges Doppelzimmer im Hostel hätte uns 60 Dollar gekostet. Verglichen mit anderen Motels, die teilweise sogar noch teurer als 90 Dollar waren, leben wir hier im Paradies, knapp 50 Meter vom Strand entfernt. Die Küche wurde auch fleissig für jede Mahlzeit  genutzt und die Waschmaschine musste Schwerstarbeit leisten.

Die folgenden Tage an der Gold Coast waren herrlich, an Stränden spazieren gehen, mit den Kanadiern abends gemütlich ein Bierchen trinken oder das nur eine Stunde entfernte Brisbane anschauen. Ach ja Strand, der Sand hier hat uns auch überrascht: wenn man darauf geht oder mit der Fußsohle reintritt quietscht das richtig, wir vermuten mal, dass das an den sehr feinen Körnern liegt. Ist aber sehr witzig, beim Beachvolleyball spielen hört man sich an wie ein GTI beim Ampelstart.

Rabatt Coupons helfen beim sparen und machen Sinn

Wir haben noch einen weiteren wichtigen Tipp für alle Australienurlauber: Rabatt Coupons sind hier Gold wert. Man bekommt überall Heftchen mit Werbung und Coupons, schon in Sydney wurde schnell klar: wer für den Zoo oder das Aquarium den vollen Preis bezahlt ist selbst schuld, 15 oder 20% gibt es für fast alles. Freigetränke und 2-für-1 Angebote in vielen Bars oder Rabatte beim Essen, sei es 20% auf die Rechnung oder eine freie Hauptspeise bei Bestellung von zwei Hauptspeisen. Und so weiter, man kann damit richtig Geld sparen. Hier an der Gold Coast haben wir zum Beispiel in einem Lokal mittags gegessen, und da wir zwischen 12 und 12:30 bestellt haben bekamen wir auf das Essen 50%! Das Essen war super, da es auch eins der besseren Lokale war und bei 50% kann man sich auch mal ein Filetsteak mit grünen Spargel gönnen. Coupons sind hier echt super, wenn man nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung hat, was wohl auf die meisten zutrifft.

Wie es weitergehen könnte – oder auch nicht

Ach ja, zum Thema Pläne. Wir werden Tasmanien jetzt wahrscheinlich doch streichen und stattdessen bis zum Ayers Rock fahren. Erstens wollen wir dieses Wahrzeichen Australien zusammen mit einem Teil des Outbacks unbedingt sehen und zweitens ist Tasmanien echt teuer. Die billigste Möglichkeit nach Tasmanien zu gelangen ist die Fähre, kostet uns aber auch schon pro Person 200 Euro. Und da wir ja noch nach Neuseeland kommen haben wir uns gedacht, dass wir in Australien lieber Dinge sehen wollen, die es in Neuseeland nicht gibt. Landschaften wie Tasmanien dürfte es aber in Neuseeland auch geben, Outback wohl kaum. Aber wer weiss, vielleicht ändern wir unsere Meinung auch nochmal.

Und zu guter Letzt: Weihnachtsstimmung kommt hier gar nicht auf. Es laufen zwar ab und zu Weihnachtslieder und vereinzelt gibt auch entsprechende Deko (die aber meistens recht kitschig wirkt), ansonsten deutet aber rein gar nichts darauf hin, dass in vier Tagen Heilig Abend ist. Irgendwie ist das zwar schade, aber da ihr ja in Deutschland auch keinen Schnee habt verpassen wir ja auch nicht so viel. Und Weihnachten unter Palmen hat ja auch mal was denken wir.

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