Koh Mak – Chiang Mai – Pai – so ist Reisen mit Kind

von | 23. Nov, 2012 | Die erste Reise mit Liam 2012 / 2013, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

Wir sind nach fast drei Wochen auf Koh Mak zuerst in Chiang Mai und inzwischen auch in Pai angekommen. Das mit der Erholung hat bisher leider doch noch nicht so ganz geklappt. Wir haben es diesmal auch ziemlich gut raus im Zweifel die falschen Entscheidungen zu treffen, aber wir hoffen einfach mal darauf, dass es in Pai besser wird! Das war zumindest früher immer so, und es hat auch schon ganz gut angefangen.

Wer braucht schon ausreichend Schlaf? Liam nicht!

Unsere Zeit auf Koh Mak ging ohne besondere Ereignisse weiter, tagsüber waren wir viel am Strand und die Tage waren lang, Liam hat nämlich sehr schnell beschlossen, dass 6 Uhr doch die ideale Uhrzeit zum aufstehen ist und so war es dann auch fortan die Zeit für uns – auch wenn es noch dunkel war. Das wäre ja alles halb so schlimm, da wir auch meistens schon um 9 Uhr abends geschlafen haben (Liam eher so um 7), wenn da nicht die Tatsache gewesen wäre, dass er in der Nacht mindestens alle 2 Stunden zum trinken wach wurde und in den frühen Morgenstunden eher halbstündlich aus gleichem Grund. Man könnte meinen er ist 2 Monate alt und nicht 1 Jahr und 2 Monate. Wir hatten also eher das Gefühl, dass die Nacht vorbei war bevor wir richtig schlafen konnten. Und das Beste daran, es war auch nicht genug Schlaf für Liam, was sich in seiner Laune oftmals widerspiegelte. Und so kam es oft vor, dass wir zu dritt müde waren – und wer selbst ein kleines Kind hat/hatte weiss, dass das suboptimale Vorraussetzungen für erholsame und vergnügsame Tage sind.

Wir haben auch gelernt, dass die Idealvorstellungen über einen Ort in den Augen eines Kleinkindes durchaus Unterschiede aufweisen zu denen eines Erwachsenen. Wir mögen Koh Mak vor allem weil ruhig und relaxed – Liam war es wohl zu ruhig, ihm gefällt Chiang Mai oder Bangkok definitiv besser.

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Von Sandflies geplagt

Zu allem Übel gingen uns dann noch diese Plagegeister von Sandflies gehörig auf die Nerven. Chris hatte in Spitzenzeiten im oberen Rückenbereich ca. 20 Stiche und dazu noch ca. 20 quer verteilt am Körper. Und die Dinger jucken immer schön abwechselnd. Bisher war es auf Koh Mak nie so schlimm, diesmal lag es wohl daran, dass es Ende der Regenzeit war, es hat auch noch regelmäßig geregnet, vor allem nachts. Diese Mistviecher können einem den Strand durchaus versauen. Wir haben dann gelernt, dass Sie Kokosöl nicht mögen, von da an wurde es besser. Liam haben sie zum Glück weitestgehend verschont. Aber anscheinend haben Babys auch den Vorteil, dass Sie nicht kratzen wenn es juckt, dann verheilen die Stiche auch schneller.

Baden im Meer, Essen und Freunde finden

Nichts desto trotz hatten wir natürlich auch schöne Zeiten, so ist es nun auch wieder nicht. Liam ist mit jedem Tag mutiger geworden und an der Hand oder auch alleine ins Meer gelaufen bis ins hüfthohe Wasser und durchaus auch mal weiter. Und wenn er dann umgefallen ist hat er das Meerwasser probiert und ist weitergelaufen nachdem wir ihn aufgehoben haben, er ließ sich durch nichts von seiner Mission abbringen.

Er hat dann auch nach langer Anlaufphase mit den Besitzern und Angestellten des Gästehauses Freundschaft geschlossen, auf den Arm nehmen durfte ihn aber erst am vorletzten Abend die Junior-Chefin, alle anderen durften aus der Ferne mit ihm spielen! Er hat auch überall einen Besen gefunden, mit dem er den Boden bearbeiten konnte. Und die ganzen niedrigen Sitzgelegenheiten sind perfekt zum rumklettern. Und seinen ersten Hund hat er auch gestreichelt, einen großen Golden Retriever, der aber aufgrund der Hitze nur rumliegen konnte.

Wir haben viele Meereslebewesen gegessen, von Shrimps über Tintenfische bis hin zu ganzen Fischen war alles dabei und Chris hat seine Gaumen wieder an Thai-Schärfe gewöhnt. Er isst ja auch daheim sehr scharf, aber im Vergleich zu Thai-Scharf ist das doch eher mild – aber langsam geht es wieder. Nach einer Weile haben die Bedienungen auch akzeptiert, dass er wirklich scharf meint wenn er scharf sagt. Normalerweise unterscheiden sie immer noch zwischen Scharf und Thai-Scharf. Aber so richtig justiert werden unsere Geschmacksnerven wohl erst in Pai wobei sich Vici bisher eh ziemlich zurückhält was scharfes Essen anbelangt.

Der Weg von Koh Mak nach Chaing Mai im Flugzeug

Am 19. November sind wir dann in der früh um 9 aufgebrochen, wir hatten ja einen langen Tag vor uns: 45 Minuten Schnellboot auf das Festland, 40 Minuten Songthaew (Sammeltaxi) Fahrt zum Flughafen, 30 Minuten Flug nach Bangkok, von dort nach 4 Stunden Aufenthalt weiter nach Chiang Mai und dann noch vom Flughafen ins Hotel, um knapp vor 8 Uhr abends waren wir dann in unserem Zimmer. Liam hatte beschlossen bis auf eine halbe Stunde nicht zu schlafen aber eigentlich sind die Transporte ganz gut gelaufen. Vor allem auf dem Flug nach Chiang Mai saß eine ältere Thai-Dame neben uns in der Reihe, die sofort nach dem Hinsetzen damit anfing Liam zu bespaßen. Verstecken, kitzeln, Grimassen und lustige Töne, alles dabei. Das passiert einem daheim dann doch eher selten aber es dürfte wenig überraschen, dass Thais kinderfreundlicher sind als der Deutsche im Allgemeinen. Und Liam taut auch langsam auf und geht schneller darauf ein als nach der Ankunft in Thailand. Wir sind ja gespannt, wann uns die ersten Youtube Videos oder so zugeschickt werden, in denen er auftritt weil dauernd irgendjemand kleine Filmchen dreht, z.B. wenn er in einem Kaufhaus 6 Verkäuferinnen durch eine spontane Tanzeinlage unterhält – und 2 davon gleich mittanzen!

Der Flughafen von Trat (Nahe der Grenze zu Kambodscha) ist übrigens witzig. Er ist sehr klein und übersichtlich aber mit einem sehr schönen Garten! Aber so ein Kind geht schon echt ins Geld, denn normalerweise wäre wir von Koh Mak nach Bangkok mit dem Bus gefahren, aber das geht mit ihm nicht. Der Bus hätte ca. 15 Euro gekostet, der Flug ca. 130. Es läppert sich so langsam. Und bevor sich jetzt jemand denkt „wieso geht Bus denn nicht“, der hat unser Kind noch nicht in Fahrzeugen erlebt, in denen er nicht rumrennen kann! Das ist dann eine andere Gemütslage als mit den tanzenden Verkäuferinnen.

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Zurück in Chiang Mai

Ach ja, zu unseren falschen Entscheidungen ein kleines Beispiel, es gäbe da eine Vielzahl mehr. Chris hat recht lange nach der richtigen Unterkunft in Chiang Mai gesucht und ist dabei auf Liam’s Suan Dok Mai (Verfügbarkeit und Preise prüfen*) gestoßen. Der Sohn der belgischen Besitzerin heisst auch Liam, die Bewertungen waren toll und es hat einen kleinen Garten mit Pool, was uns wichtig war, da wir ja insgesamt 6 Tage in Chiang Mai sind, es gab keinen früheren Flug nach Pai. Das Guesthouse ist auch wirklich nett gemacht, der Pool super und die Leute hier sehr nett und hilfsbereit! Aber wir hatten die Lage etwas unterschätzt, es ist doch etwas ausserhalb der Innenstadt und nicht wirklich etwas drumherum ausser Wohngebieten. Wir müssen aber dauernd in die Altstadt oder in die Flughafenecke (Shopping Mall und Immigration zur Visa Verlängerung) und dafür brauchen wir dauernd eine Transportmöglichkeit. Wir hätten einfach ein Auto mieten sollen.

Früher haben wir uns in Chiang Mai immer einen Roller ausgeliehen, aber Liam ist noch nicht so ruhig wie er es auf dem Roller sein sollte (in Koh Mak getestet) und somit ist uns das mit Stadtverkehr etwas zu heikel. In Pai muss es dann aber klappen aber da sind die Strecken kürzer und der Verkehr weniger! Somit müssen wir hier also dauernd Tuk Tuk oder Taxi fahren (was Liam wie oben erwähnt nicht besonders mag), was erstens ins Geld geht und zweitens nerven kann, weil man für die Fahrt raus aus der Innenstadt immer recht lange verhandeln muss. Sprich: es wäre wesentlich sinnvoller gewesen in der Altstadt zu wohnen – aber hinterher ist man ja meist schlauer.

Zum ersten Mal nach Pai fliegen

Unsere Zeit in Chiang Mai verbringen wir mit dem Einkaufen einiger Kleinigkeiten, viel Essen, Visas verlängern und ein paar Freunde aus Pai haben wir auch schon getroffen. Und Sonntag ging dann unser Flug nach Pai. Auch wieder so eine Kostensache. In den letzten Jahren sind wir immer mit zwei Rollern gefahren, Gepäck kam mit Minibussen nach. Hat dann ca. 8 Euro inkl. Sprit gekostet. Minibus sind wir ja nicht mal mehr ohne Kind gefahren weil diese 3-stündige Achterbahnfahrt nichts für uns ist. Bleibt also noch das Flugzeug. Und da sind wir wieder bei knapp unter 90 Euro, dauert dafür auch nur 25 Minuten! Es war das kleinste Flugzeug in dem wir bisher saßen, mit 12 Plätzen! Irgendwie war uns dann doch etwas mulmig als wir das Flugzeug gesehen haben, man konnte sich innen nicht mal aufrecht hinstellen. Leider war die Sicht nicht so toll aber es hatte etwas von einem Panoramaflug, durchaus empfehlenswert. Liam hat beschlossen zu schlafen und hat die schöne Aussicht somit verpasst.

Endlich wieder zu Hause in Pai

Nun sind wir endlich in Pai, haben uns erstmal wie die letzten Male bei unseren Freunden im „Pai Chan“ einquartiert und werden uns auf die Suche nach einem Haus machen. Könnte schwierig werden, da der Dezember der Hauptmonat des Pai-Tourismus ist aber vielleicht haben wir ja zur Abwechslung mal wieder Glück. Aber wenn wir keins finden bleiben wir einfach hier, haben den Familien Bungalow mit zwei separaten Räumen, in denen wir unsere Gepäckmassen besser unterbringen können und jetzt genießen wir erstmal einfach wieder hier zu sein und diese Aussicht von unserer Terasse zu genießen.

Aussicht von unserem Bungalow in Pai

Aussicht von unserem Bungalow in Pai

 

Mal schauen, was die nächste Zeit so bringt, erstmal müssen wir ganz viele Leute wieder treffen die wir größenteils seit 2,5 Jahren nicht mehr gesehen haben. Langweilig wird es also auch weiterhin nicht.

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