Artikelreihe: Besonderes aus unserem Leben in Thailand (1)

von | 29. Jan, 2016 | Freies Leben als Familie, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

 

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Da wir derzeit mit vielen Dingen konfrontiert werden, die im normalen deutschen Alltag nicht vorhanden waren, möchten wir dies als dazu Anlass verwenden, eine neue Artikelreihe zu starten. Wir schreiben auf unserem Blog grundsätzlich über Themen, die uns aktuell betreffen und bewegen. Deshalb ändert sich auch immer mal wieder der Fokus unserer Gedanken, wir denken jedoch, dass dies für unsere Leser nur von Vorteil sein kann – es bleibt dadurch abwechslungsreich!


In einem älteren Artikel haben wir vor zwei Monaten schon einmal eine grobe Skizze von unserem Leben hier gemacht. In Zukunft würden wir gerne auf mehr Details eingehen. Auf Dinge, die uns am Herzen liegen, Freude bereiten oder auch stressen und nerven.

Aber zuerst mal: Eine Vorankündigung auf etwas Neues

Wir werden in naher Zukunft eine Interviewreihe mit Personen aus unserem Umfeld starten. Ganz normale Menschen, mit denen wir hier zusammenleben, die alle auch etwas Besonderes sind. Interessante und aussergewöhnliche Persönlichkeiten, die uns einen Einblick in ihren Alltag und ihre Sichtweise vom Leben geben werden. Personen, denen wir nie begegnet wären, wenn uns nicht das Schicksal hinaus in die Welt gezogen hätte, damals 2006. Aber dazu benötigt es etwas mehr Vorarbeit, weshalb wir noch um etwas Geduld bitten.

Über uns

Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Ganz normale Alltagssorgen und -freuden

Samstag früh wird das erste Mal unsere neue Kaffeemaschine eingesetzt.

Die Kombination hat uns schon viel Freude bereitet!

Zurück zu unserem Alltag hier. Seit unserer Ankunft sind nun 2,5 Monate vergangen und wie immer ist noch keine Langweile bei uns aufgekommen. Da unser Haus letztes Jahr mehr als gut ausgestattet war, sind wir erst dieses mal in die Verlegenheit gekommen, das ein oder andere zu vermissen. Was glaubt ihr nun was das ist? Na, bei uns natürlich Kochutensilien. Anfangs haben wir uns noch mit der italienischen Variante von Bialetti zum Kaffee machen zufrieden gegeben, aber nach und nach war uns das zu wenig. Unter anderem auch, da auf dem Gasherd das ein oder andere Missgeschick passiert ist. Den Makel konnten wir durch den Besuch von Chris Eltern beheben, die uns eine neue Kaffeemaschine und eine Mühle mitgebracht haben. Kaffee bekommen wir hier eh frisch geröstet in Top Qualität von einem Freund.

Auch einen „guten“ Topf haben wir uns bringen lassen, das gibt es natürlich hier auch zu kaufen aber genauso teuer wie in Deutschland oder sogar teuerer, und wir haben da noch das ein oder andere in Kisten zu Hause stehen. Dazu gehörte auch ein Kartoffelstampfer, wir haben einfach keinen gefunden bzw. nur in der unbrauchbaren Plastikvariante. Und damit meinen wir nicht nur in Pai sondern auch in den großen Einkaufszentren in Chiang Mai, wo man sogar Handtücher aus Ägyptischer Baumwolle für 200 € das Stück bekommt.

Obwohl wir uns natürlich hier integrieren möchten, sind wir nicht immer gewillt, auf alles was man bisher mochte, zu verzichten. Deshalb behilft man sich dann eben mit Dingen von alten „zu Hause“. Umso praktischer, wenn man da eh noch was rumliegen hat.

Was uns hier gerade etwas nervt – die Alltagsbesorgungen

Anders sieht es mit Kleinigkeiten und Alltäglichem aus, seien es Geschirrhandtücher oder welches Fleisch man bedenkenlos kaufen kann. Andere Beispiele aus den vergangen Wochen waren Seile, Haken, Kopfkissen, Bettzeug, Kinderspielsachen oder Gießkannen. Wir haben in den ersten Wochen diverse Wünsche gehabt, die alle nicht groß waren, uns jedoch extrem viel Zeit gekostet haben.

Deshalb haben wir für uns festgestellt, das schwierigste am neuen Leben in einem fremden Land (vielleicht ja auch schon in einer fremden Stadt) ist, dass man nicht automatisch weiss, wo man was besorgen kann. Wir sind beide in München aufgewachsen und dadurch lernt man sein Leben lang, wie man sich in dieser Stadt zurecht findet. Nun leben wir in Thailand am Land und ich komme mir oft vor wie ein Kleinkind, das auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist. Ständig muss ich rumfragen, wie ich etwas machen kann oder wo ich etwas bekomme. Das ist nun eine Sache, die uns wirklich Zeit kostet und auch mal nervt, allerdings wohl auch völlig normal und mit jedem abgehakten Punkt auf der Liste lernt man auch dazu für das nächste Mal.

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Was uns gerade freut – Kinder ganz ungezwungen als alltägliche Begleiter

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Ruhe vor dem Sturm, man gab sich viel Mühe bei der Dekoration

Gestern Abend waren wir auf einer großen Feier von Freunden. Sie haben Geburtstag und das 10-jährige Bestehen des Guesthouses Pai Chan gefeiert. Da ging es richtig rund. Es waren mehr als 100 Leute anwesend, darunter so ziemlich alle, die wir kennen waren dabei, man könnte auch sagen ein beträchtlicher Teil des Ortes war am Feiern. Nicht nur wir, sondern auch viele andere hatten ihre Kinder dabei.

Es war eine laute und wilde Feier, mit Liveband, viel Essen und Trinken. Es gab ein großes Lagerfeuer, eine Grillstation und in der Mitte einen großen Pool mit Luftballons darauf. Im ersten Moment hat mein Mutterherz geächzt. So viele Gefahren, wie soll das denn funktionieren? Ich kann nur sagen, ganz einfach. Die Kinder haben sich ganz natürlich an einem Platz gesammelt und so konnten immer andere Eltern schauen, dass keines der Kinder in eine Gefahrensituation gerät.

Liam war beeindruckt von der Live-Musik

Liam war beeindruckt von der Live-Musik

Auch alle Nichteltern haben ganz selbstverständlich mitgeholfen, so dass alles glatt lief und keiner von uns Eltern in Stress kam. Im Gegenteil wir haben alle den Abend genossen. Diese Momente zeigen mir wieder ganz deutlich, wie schön es ist in einer Gesellschaft zu leben, die Kinder nicht als störend empfindet, sondern sich über sie freut und gerne für sie da ist – gerade auch diejenigen, die selbst keine kleinen Kinder (mehr) haben.

Thailand für Anfänger – die Nesting Nomads Plauderecke

Was wir euch zusätzlich mitgeben möchten, sind Erkenntnisse über Thailand, die ihr vielleicht so noch nicht wusstet. Da ich nun schon viel von Kochen geschrieben habe, fassen wir die heutigen Tipps unter dem Thema „Essen“ zusammen. Das sind jetzt nicht nur Erfahrungen der vergangenen Monate, sondern aus den vergangenen 10 Jahren.

  1. Es gibt keine Gänge beim Essen. Alle Gerichte ob Suppe, Salat oder Curry kommen zur gleichen Zeit auf den Tisch.
  2. Essen muss nicht warm sein. Immer wieder für Nicht-Thailänder schwer nachzuvollziehen ist die Tatsache, dass in Thailand kein Wert darauf gelegt wird, ob das Essen warm ist, von manchen Suppen mal abgesehen.
  3. In ein echtes Thai Curry kann man nicht einfach wahllos Gemüse hinein schnibbeln. Jedes Curry hat eine genaue Vorgabe, welche Art Fleisch und Gemüse hinein soll um „original“ zu sein. Also nicht wundern wenn ihr in Thailand nicht halb soviel Gemüse im Teller habt wie ihr von eurem „Thai-Curry“ aus Deutschland gewohnt seid. Wenn wir Freunden von uns Fotos zeigen, was man in Deutschland ans Thailändisches Essen verkauft, schütteln die sich.
  4. Authentische Thai Küche ist nicht so einfach, wie es für uns aussieht. Da wie schon im Punkt 3 erwähnt, alles eine vorgegebene Zutaten und auch Zubereitungsfolge hat, die längst nicht mehr jeder Thailänder von seiner Mutter lernt. Vielmehr ist es so, dass ein Bekannter von uns, dessen Mutter eine der besten Köchinnen der Region ist, lieber westliches Essen kocht, Thai ist im zu schwer.
  5. Muh heisst Schweinefleisch, nicht Rindfleisch. ;-)
  6. In Thailand isst man mit der Gabel in der rechten Hand und dem Löffel in der linken. Messer werden so gut wie nie benutzt und auch Stäbchen werden nur bei Nudelsuppen u. ä. eingesetzt.
  7. In Thailand ist es üblich den Kindern mit dem Essen hinterher zu laufen während sie spielen. Selten wird von ihnen verlangt als kleine Kinder am Tisch mit Platz zunehmen um dort zu essen. Liam ist immer sehr erstaunt, wenn seine Kinder nicht sitzen bleiben – unser Sohn ist dafür aber auch immer viel zu hungrig und erklärt den Kindern auch, dass er erst isst bevor er weiterspielen kann!
  8. Reis ist nicht gleich Reis, die Vielfalt überwältigt mich jedesmal wieder wenn ich vor dem Marktstand stehe. Es gibt nicht nur „schönen“ Reis, pappigen, gebrochenen oder Duftreis sondern auch noch einiges dazwischen.

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