Wir sind jetzt seit dem 12. November in Thailand und in diesen knapp zwei Wochen haben wir uns schon wieder voll eingelebt. Das kommt jetzt nicht sehr überraschend, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir in den vergangenen zehn Jahren hier verbracht haben. Und doch freut es uns zu sehen, dass wir wohl den richtigen Schritt gemacht haben.

Im Folgenden möchten wir euch ein wenig über unser neues Haus und die Lebensumstände erzählen.

In was für einem Haus wohnen wir denn in Thailand?

Wir haben direkt nach der Ankunft unser Haus bezogen. Dabei handelt es sich um ein zweistöckiges Gebäude, unten befinden sich ein Wohnzimmer, das Bad und die Küche von der aus es in den Garten geht. Im oberen Stockwerk ist das Schlafzimmer und eine riesige Dachterrasse. Insgesamt sind das vielleicht 80 m² Wohnraum, das reicht uns vollkommen. Richtig perfekt wäre das Haus, wenn das Schlafzimmer auch eine Tür hätte, dann wäre es akustisch besser abgetrennt von den anderen Räumen. Gerade wenn Liam schon schläft oder seinen Mittagsschlaf hält, hätte das durchaus Vorteile, bis jetzt schläft er aber auch gut mit dem Lärm den wir verursachen.

Der Garten um das Haus herum ist ein Traum, es liegt direkt an einem großen Teich, in dem man auch schwimmen kann und auf dem wir unseren eigenen kleinen Sala (Pavillon) haben. Auf dem gleichen ca. 10.000 m² großen Grundstück haben Freunde von uns auch ihr Haus und betreiben etwas Landwirtschaft für den Eigenverbrauch. In den vier Jahren, in denen sie hier wohnen, haben sie das ganze Gelände in ein kleines Paradies verwandelt. Wenn wir Chillies benötigen, können wir diese einfach pflücken. Ebenso wie Kokosnüsse, Bananen, Papayas und Mangos. Das sind nur die Früchte die wir erkennen, wer weiss was sich uns noch so alles offenbart.

Wir haben uns von Anfang an sehr wohl hier gefühlt und während ich diesen Artikel schreiben liege ich in unserer Hängematte, höre das Wasser rauschen und habe freien Blick auf das umliegende Tal und die Berge. Lange Rede kurzer Sinn, wie zeigen euch einfach mal auf ein paar Bildern, wovon wir so viel schwärmen.

Wie sich unser Kind austobt und Sprachbarrieren meistert

Ein großer Vorteil unseres Hauses ist die Tatsache, dass unsere auch hier wohnenden Freunde zwei Töchter haben, die zweieinhalb und sechs Jahre alt sind. Liam versteht sich mit beiden extrem gut, und vor allem die Ältere zeigt ihm zur Zeit im Schnelldurchlauf, was es heisst, auf dem Land aufzuwachsen. Fangen spielen auf den Feldern oder rumtoben in Strohhaufen (genauer gesagt frisch geerntetem Reis), das sind alles Dinge, die er alleine nicht gemacht hätte, aber umso mehr genossen hat. Meist ist es so, dass die Ältere der beiden den ganzen Nachmittag bei uns verbringt, manchmal gehen die beiden auch rüber in ihr Haus zum spielen.

Darüber hinaus gibt es in der direkten Umgebung noch einige andere Kinder, die regelmäßig Spielkameraden sind. Und das Tollste daran: wir müssen dazu nicht einmal auf den Spielplatz gehen, darüber sind wir als Eltern gar nicht traurig. Sarahplusdrei hat mal einen Artikel geschrieben, in dem sie einiges von dem beschreibt, was uns an Spielplätzen so genervt hat.

Die Sprachbarriere ist für ihn eigentlich gar keine, seit dem Moment der Landung versucht Liam wieder Englisch zu reden. Interessanterweise hat er sich in München weitestgehend geweigert mit uns Englisch zu reden, hat aber immer angekündigt in Thailand wieder damit anzufangen. Und genau so kam es auch, schon am Flughafen ging es los und spätestens seit wir in Pai sind, gibt er sich alle Mühe, sich auf Englisch zu verständigen. Das klappt auch jeden Tag besser und beim Spiel mit anderen Kindern ist es eh relativ unwichtig, wer welche Sprache spricht. Trotzdem wird er mit Sicherheit in einigen Monaten fließend Englisch sprechen können.

Das Leben hier bietet ihm ganz klar mehr Aufregung und mehr Naturverbundenheit als unser Leben in München. Vielleicht auch mehr natürliche Gefahren wie Spinnen und Schlangen (haben diesmal aber noch gar keine gesehen), aber weniger Verkehr und durchdrehende Menschen. Es ist eine Freiheit die man als Stadtkind nie haben wird und die den Kindern hier offensichtlich sehr gut tut.

Das Haus bietet aber auch uns als Eltern sehr viel

Neben der Tatsache, dass das Haus und die Umgebung ideal für unseren Sohn ist, genießen auch wir unser neues Zuhause. Angefangen bei den tollen Ausblicken, die sich zu jeder Tageszeit bieten oder die Möglichkeit bei Dunkelheit unzählige Sterne zu sehen. Wir haben auch zwei wirklich schöne Orte zum Essen gefunden, ein kleines Tischchen auf der Terrasse nutzen wir meist zum Abendessen und den Sala zum Frühstücken.

Es gibt im Haus aber auch ausreichend Zonen um sich zurückzuziehen und in Ruhe etwas am Laptop zu arbeiten oder Sport zu machen. Den Sala haben wir umfunktioniert zum Fitnessstudio. Dazu gehören unsere Gymnastikringe, für die uns unser Vermieter sogar eine extra hohe Befestigungsstange angebracht hat, Yogamatten, unsere Parallettes, der Sling Trainer und einiges mehr. Zu den Trainingmöglichkeiten mit Ringen, Parallettes und Sling Trainer haben wir auch schon mal ausführlich etwas auf Justmoving.de geschrieben.

Da bleiben keine Wünsche offen und ich habe es sofort wieder geschafft meinen letztjährigen Rhythmus aufzunehmen. Seit wir da sind habe ich jeden Tag Sport gemacht, meistens zwischen einer und zwei Stunden und fühle mich so langsam wieder recht fit.

Was wir ansonsten daran genießen wieder in Pai zu sein

Neben unserem neuen Zuhause genießen wir auch viele andere lieb gewonnene Dinge in Pai. Allem voran haben wir schon viel Zeit mit unseren Freunden verbracht und Liam freut sich vor allem endlich wieder seine angebetete Nui zu sehen, die letzte Woche sogar einen Ausflug auf eine kleine Farm gemacht hat. Wie gut ihm das gefallen hat sieht man auf den Fotos von dem Ausflug. Schön ist es ausserdem jeden Tag den Sonnenuntergang zu genießen, die Tiere bei ihrem Lebensrythmus zu beobachten und nachts diese unglaubliche Stille zu haben. Wir etablieren gerade wieder eine gesünderes Ernährung mit mehr Gemüse und ausser Reis und Kartoffeln fast keinen Kohlehydraten. Das fällt uns hier einfach leichter, da die Verlockungen zu etwas Süßem und Ungesunden zwar auch hier vorhanden sind, jedoch weitaus weniger.

Wir waren schon in allen unseren Lieblingsrestaurants, beim Schwimmen im Thermalbad und erfreuen uns einfach der Natur.

Toll finden wir auch, dass wir bei Milch und Eiern endlich „bessere“ Lieferanten gefunden haben als die allgegenwärtigen Supermärkte. Pai Romance ist ein großes Bauernhofprojekt, im Stile eines lebenden Freilichtmuseums. Dazu gehören in den Augen des Betreibers auch Milchkühe und so kam es, dass er diese Milch über das angeschlossene Café verkauft. Was geringen Antibiotikaeinsatz und vernünftiges Futter angeht ist das ein klarer Fortschritt gegenüber den gängigen Marken in Thailand. Günstiger ist die Milch obendrein auch noch.

Hühner- und Enteneier bekommen wir in bester Bioqualität von unseren Vermietern.. Wie gut es den Hühnern und Enten geht sehen wir jeden Tag mit eigenen Augen, vor allem die Laufenten spazieren täglich mehrfach an unseren Fenstern vorbei und schnattern vor sich hin. Natürlicher geht kaum. Wir haben auch schnell etwas neues gelernt, Enten „verlieren“ ihre Eier einfach während dem herumlaufen und legen sie nicht wie Hühner in den Stall oder in ein Versteck. Einmal haben wir früh morgens schon ein Ei direkt vor unserer Terrassentür gefunden – nette Überraschung!

Wir würden dieses Haus in Pai am liebsten gar nicht mehr verlassen!

Leider können wir nicht bis Juli in dem Haus bleiben, im Juli ist ja unser angepeilter Rückflugtermin nach Deutschland. Ende Februar werden wir Pai verlassen und für ca. sechs Wochen ans Meer fahren, weil dann der ganze Norden des Landes unter einer dicken Rauchglocke zu ersticken droht, wir haben das ja mal ausführlich beschrieben.

Bis dahin sind vermutlich auch meine Eltern hier und wir haben uns hoffentlich ein Auto gekauft (das ist ein kompliziertes Thema und hier haben wir darüber geschrieben). Nach unserer Rückkehr Anfang/Mitte April werden wir das Haus aber wieder beziehen und bis Juli hier bleiben.

Wir machen uns nur etwas sorgen wegen der Hitze im Schlafzimmer unter dem Dach. Vielleicht testen wir mal eine dieser mobilen Klimaanlagen, irgendwie klappt das schon. Vorerst ist das aber kein Thema, denn nachts fallen die Temperaturen eh schon unter die 20 Grad Marke und in den nächsten Wochen werden sie sich dann in der Nacht eher um 10 Grad ansiedeln. Aber bis dahin ist noch Zeit und wir haben ja sogar warme Decken aus München mitgenommen, sind also gut gewappnet.

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