Koh Phi Phi – Anfängerfehler beim Reisen in den Tropen

von | 3. Nov, 2006 | Reisen - Tipps und Ziele, Thailand 2006 | 0 Kommentare

Anhand dieses Berichtes zeigen wir euch warum man sich nicht nur auf seinen Reiseführer verlassen sollte, sondern besser auch immer aktuelle Erfahrungsberichte über Unterkünfte einholt. Ausserdem möchten wir erwähnen, dass es durchaus Sinn machen kann die erste aktzeptable Unterkunft zu nehmen, zumindest für die erste Nacht. Warum das so ist? Lest selbst!

Über uns

Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Das ganze hat sich zugtragen auf Koh Phi Phi einer Insel auf der westlichen Seite, nahe zu Phuket. Sie besteht aus einem unbewohnten Teil, einem bewohnten und einer Landbruecke, die damals beim Tsunami quasi komplett weggespült wurde.

Wir kamen dort an, haben uns die ersten Unterkünfte nahe des Landeortes der Hin Khom Bucht angeschaut, aber für nicht gut genug und überteuert befunden. Da uns der Reiseführer den Had Yao (Long Beach) schmackhaft gemacht hatte wollten wir unser Glück dort versuchen. Die Taxiboote dorthin sind sehr teuer, deshalb machten wir uns zu Fuss auf den Weg. Eine gute Stunde über Strand und Felsen klettern mit Rucksack hintendrauf ist nicht wirklich angenehm. Und was erwartet uns da,  im Prinzip genauso viele Longtail Boote, das normale Fortbewegungsmittel auf der Insel, wie in der Nähe des Piers.

Der lange Marsch wird nicht belohnt

Statt der beschrieben großen Idylle besteht der Unterschied somit vor allem in den schlechten und überteuerten Unterkünften, wie zum Beispiel dem wärmstens empfohlenen Paradise Pearl Resort. Die größte Frechheit: wir hatten dort per Email ein paar Tage zuvor angefragt, angeblich war zu dem Termin fast nix frei und für einen Bungalow in zweiter Reihe müsste man 2800 Baht zahlen. Dann steht man tatsächlich an der Rezeption und erfährt, dass der Bungalow doch „nur“ 1900 kostet. Gut, dass man sich da nicht veräppelt vorkommt, wie muss man sich freuen, wenn man hier vorab bucht!

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Nach einer Nacht im bisher hässlichsten Hotel unserer Reise, einem bescheidenen Strand mit toten Korallen zum Schnorcheln und etlichen Seeigeln sowie den ersten Kakerlaken in einem Zimmer haben wir die Flucht ergriffen und sind zurück an den Hin Khom Strand marschiert. (Wieder mit Sack und Pack ueber Felsen und Strand, man spart ja wo es geht). Dort blieben wir dann in einem schönen kleinen Bungalow im Andaman Resort (Unterkuenfte mit Andaman im Namen gibt es hier verständlicherweise überall, man befindet sich ja in dem gleichnamigen Meer) fuer 1300 Baht (eigentlich 1500 aber wir haben Discount rausgeschlagen). Das ist zwar kein Schnäppchen, im Vergleich zu den 1900 quasi geschenkt, wenn man die Qualität in Betracht zieht.

Und was lernen wir daraus?

  • sich selbst ein Bild machen ist viel wichtiger als sich auf den Reisefuehrer zu verlassen. Denn die Artikel sind meist doch etwas älter und die Zeiten ändern sich. Die Reisezeit macht mit Sicherheit auch einen Unterschied aus.
  • Hätten wir gleich zu Beginn einfach eine Nacht am Pier gebucht und wären am nächsten Tag ohne Rucksack entspannter zum Lonely Beach hätten wir uns das Umziehen sparen können.

Insgesamt ist Phi Phi aus zwei Gruenden recht teuer was die Unterkuenfte angeht, erstens ist es ja eine recht kleine Insel und zweitens befinden wir uns in der Hauptsaison. Aber mit den 1300 Baht koennen wir jetzt sehr gut leben, selbst einfache Bungalows ohne Klimaanlage in zweifelhaftem Zustand kosten hier locker gen 1000 Baht. Fuer alle Super-Sparfuechse, es gibt auch Bungalows fuer 500 – 900 Baht, aber mit Gemeinschaftsbad, Ventilator und vielen Haustieren, da alles nur von Palmwedeln zusammengehalten wird bzw. sehr offen gebaut ist, z.B. zwischen Dach und Mauern.

Gefallen hat sie uns trotzdem sehr gut auch wenn es schon damals sehr voll war. Schlimm wurde es erst in Phuket.