Koh Lanta – eine halsbrecherische Anreise

von | 30. Okt, 2006 | Reisen - Tipps und Ziele, Thailand 2006 | 0 Kommentare

Unsere Anreise nach Koh Lanta war sehr aufregend, die Insel selber ist es aber dafür nicht. Vielleicht liegt es daran, dass hier gerade erst die Regenzeit aufgehört hat und alles noch irgendwie im Tiefschlaf ist.

Morgens um 6:30 Uhr wurden wir vom Minibus in Koh Samui abgeholt und nach Nathon gebracht, dort sind wir in einen öffentlichen Bus umgestiegen, zur Fähre gefahren und zurück ans Festland. Dann mit dem gleichen Bus in einer Stunde nach Surathani wo wir erstmal eineinhalb Stunden warten durften. Dann ging es wieder in einen normalen Reisebus und in knappen zweieinhalb Stunden nach Krabi. Ab da wurde es dann wirr. Nach knappen zwei Stunden warten kam unser Minibus, der uns eigentlich zum Hafen bringen sollte, da fahren dann zwei kleine Fähren, einmal auf das nördliche Koh Lanta (kaum bewohnt) und von dort weiter auf das eigentliche Koh Lanta. Eigentlich ist das alles in zwei Stunden machbar und wir wären gegen 17:00 dort gewesen.

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…und dann kam alles etwas anders

Aber dann begann die große Stunde unseres Fahrer, lassen wir ihn ab jetzt Charly heissen. Charly hatte zwei „Fehler“. Der kleinere bestand darin, dass er statt direkt zum Zielort zu fahren erst 6 andere Insassen zu ihren in der genau entgegengesetzten Richtung liegenden Zielen brachte, dann noch seine Frau und Kind aufgabelte, bevor er sich dann endlich auf den Weg nach Koh Lanta machte.

Charlys zweiter Fehler: Er hat eine eigene Vorstellung von einem Miteinander im Straßenverkehr. Er überholte ALLES, ÜBERALL und und vor allem ohne zu schauen. Ob auf einer unübersichtlichen Gerade, vor einer Kurve oder auch gerne in der Kurve, es gab ohne Übertreibung NIEMANDEN, der nicht überholt wurde. Selbst beim Runterfahren von der Fähre war er immer darauf aus, Plätze gut zu machen. Und auf den 5 Kilometern auf Koh Lanta Noi, quasi zwischen den beiden Fähren, überholten wir alleine sieben Autos/Konkurrenten/Feinde. Aber Ruhm und Ehre waren ihm sicher, denn wir waren auf der zweiten Fähre das letzte Auto, dass noch drauf durfte! Und das zählt, die nebensächliche Gefährdung mehrer Menschen stellt in diesem Zusammenhang einen zu vernachlässigenden Nebeneffekt dar, basta! Wir wollen uns auf diesem Weg nochmal bei Charly für diese Lehrstunde bedanken, wir wissen jetzt, dass einen nichts so einfach umbringt!

Dann kamen wir im Andaman Lanta Resort an. Nicht so schön wir erhofft aber besser als befürchtet. Der Witz ist nur, dass es sogar um 100 Baht (2 Euro) teurer ist als unser Zimmer im Lamai Wanta. Die Nachteile lassen sich folgendermaßen umschreiben: kleine Tiere, ähnlich unserem Ameisen krabbeln im Bad oder auf dem Schrank rum; das Bad ist nur traurig, wobei das Hauptproblem im schwächsten vorzustellenden Duschstrahl und dem schimmeligen Duschvorhang besteht; das Restaurant ist bäh, furchtbare Neonbeleuchtung mit dummer Musik, und schmecken tut es auch nicht. Der Strand ist gruselig, voller angeschwemmten Zeug, felsig und seicht ohne Ende; der Pool ist zwar optisch schön, was auch wichtig ist aufgrund des „fehlenden“ Strands, leider stinkt er nach Chlor, dass es in der Nase brennt und Vici hatte nach 6 Bahnen eine taube Unterlippe.

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Lange werden wir nicht bleiben

Wir man erahnen kann, besteht keine Gefahr, dass wir auch diesmal wie auf Samui zwei Wochen „hängen“ bleiben. Laut Reisefüher ist unser Strand so laut und überfüllt, wir haben in ein paar Anlagen nachgefragt, da waren je drei Zimmer belegt:) Also z. Z. ist das hier absolut ruhig! Der benachbarte Long Beach ist wohl die eindeutig bessere Wahl, falls mal jemand von euch nach Koh Lanta will. Der Strand ist mit weniger Korallen- und Muschelschrott übersäht, es gibt kaum störende Felsen wenn man ins Wasser will und insgesamt wirkt der Strand einfach schöner.

Nun gut, nachdem wir uns ja nicht entmutigen lassen holen wir uns morgen so einen Motorrad-Roller und erkunden die Insel. Schauen uns die anderen Strände an und lassen es uns einfach gut gehen.