Ein bisschen Pai, ein Visarun nach Mae Sai, einer nach Ranong, Autofahren von Chiang Mai über Shukothai und Kanchanaburi nach Bangkok. Sowie die Insel Koh Samui. Und wieder nach Pai zurück. So sahen unsere letzten Monate in Thailand aus.

Mit Chris‘ Eltern in Pai

Ende Januar sind wir von Pai mit dem Auto nach Mae Sai zum Visa-Run aufgebrochen. Liam hat das Autofahren überraschend gut gefallen und es lief alles nach Plan. Wir waren in zwei Tagen dort und einen Tag später in Chiang Mai, wo wir Chris‘ Eltern abgeholt haben. Die beiden haben uns ja für volle 2 Monate besucht und zuerst sind wir mit den beiden wieder nach Hause (Pai) gefahren. Die kalten Nächte waren da auch schon so langsam vorbei und im Großen und Ganzen bestanden unsere Tage aus entspannen, vielen Massagen, viel gutem Essen vor allem im Pai Chan und all den anderen Dingen, die wir in Pai immer so machen. Anna und Niki sind auch gleich voll an das authentische Thailand herangeführt worden: bis auf 2 Ausnahmen gab es abends nur Thai Essen, aber bei den Kochkünsten von Aey ist das auch alles andere als eine Strafe. Ausserdem sind die beiden sowohl mit Vici zu dritt auf einem Roller gefahren als auch nahezu täglich mit einem Beiwagen mit uns. Beiwagen in Thailand heisst Roller mit drangeschweissten Karren, begrenzt vertrauenserweckend und gruselig zu fahren. Da waren sogar unsere ganzen Thais erstaunt, was die beiden alles mitgemacht haben. Und wir denken sie haben auch einen guten Einblick bekommen, warum wir Pai so lieben und es uns immer wieder hierhin zurückzieht. Und wir haben uns gefreut, dass sie da waren und wir Zeit mit ihnen in Pai verbringen konnten.

Dem Rauch des Nordens entflohen

Nach drei Wochen sind wir dann aber alle zusammen aufgebrochen, zumal die Luft in Pai auch schon schlechter wurde. Im Norden werden ja zum Ende der Trockenzeit immer die Felder abgebrannt und zu großen Teilen auch im Dschungel das Unterholz, was dazu führt dass die Feinstaubwerte in die Höhe schnellen. Als wir weg sind Ende Februar waren die Werte schon bei ca. 50mg, in der Zwischenzeit wurden Werte von über 500 gemessen. Der Grenzwert innerhalb der EU liegt bei 40. Das hat auch unsere weitere Planung beeinträchtigt, aber dazu später mehr.

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Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

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Wir sind mit dem Mietwagen von Pai nach Chiang Mai gefahren und sind dort drei Tage geblieben. Chris‘ Eltern haben wir ein paar Tempel gezeigt und eine riesige Blumenausstellung à la Bundesgartenschau stand auf dem Programm. Ausserdem viel Sushi essen und mit Freunden treffen. Dann mit dem nächsten Mietwagen auf großen Roadtrip Richtung Bangkok. Die erste Zwischenstation haben wir in Sukhothai eingelegt, wo es einen schönen Historical Park mit Überresten vergangener Epochen gibt. Und von da am nächsten Tag direkt nach Kanchanaburi, den meisten am ehesten bekannt durch die Brücke am Kwai. Dort haben wir uns in einem absoluten Nobelhotel einquartiert, dass wir recht günstig ergattert haben und das auch jeden Cent wert war, das Dheva Mantra (Verfügbarkeit und Preise prüfen*), falls mal jemand in die Ecke kommen sollte! Viel zu sehen gab es da nicht gerade ausser der Brücke und einer Höhle aber wir konnten zweimal schön und sehr gut mit Blick auf die Brücke auf einer schwimmenden Plattform essen. Und von da an ging es weiter nach Bangkok. Die Fahrt in die Stadt zu unserem Hotel war nicht so schlimm wie befürchtet, GPS sei Dank.

Eine neue Unterkunft in Bangkok

Wir sind diesmal ins Glow Pratunam (Verfügbarkeit und Preise prüfen*) umgezogen – eine nagelneues Hotel mitten im Einkaufs-Paradies und die vielleicht durchdachtesten Zimmer, die wir je hatten. Sehr bequeme plüschige Betten, Stauraum wo man nur hinschaut, tolle Lage, gutes Frühstücksbuffet, erfrischender Swimming Pool im 8. Stock, toller Blick über die Stadt – wir haben eine neue Heimat in Bangkok!

Die Zeit in Bangkok ging wie immer schnell vorbei, viel shoppen vor allem für Vici und Anna und ein wenig Sightseeing (Royal Palace, Obst-, Gemüse- und Blumenmarkt, Chao Praya Fluss und einige Tempel) aber bei der Hitze war das kein so richtiger Spaß. Der Markt war irgendwie auch etwas anders als in der Großmarkthalle, mehr Chaos und mehr Schlepperei für die Einkäufer, da haben wir es schon besser in München, fragt mal bei Vicis Papa nach. Nach vier Nächten sind wir dann nach Koh Samui geflogen. Die Zeit für Sonne, Strand und Meer war gekommen.

Das Inselleben auf Koh Samui ist vielfältig

Wir haben ja danke einer Empfehlung eine Unterkunft gefunden, die für hiesige Verhältnisse günstig ist und unsere Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Ein großes Ziegelhaus mit Wohnraum und zwei Schlafzimmern und eigener Küche in einer schönen kleinen Anlage direkt am Meer. Und das Beste ist: wir sind wohl am einzigen Strand Samuis, der schön und trotzdem ruhig ist da hier nur vier Hotels sind plus Tagesausflügler aus dem umliegenden Ort. Keine Rotlichtbars, keine betrunkenen Ballermann-Clowns, keine Jetskis, keine Motorboote. Und ein schöner Blick auf das benachbarte Koh Phangan. Was will man mehr!? Nach ein paar Tagen haben wir auch die richtigen Restaurants gefunden um Essen abzuholen und gemütlich auf unserer Terrasse zu genießen. Und wenn wir Lust haben kochen wir einfach selbst etwas. Man kann es wirklich auch schlimmer erwischen.

Liam hat nach anfänglicher Scheu vor Sand (bäh) und Meer (wieso ist das kein Pool?) auch Frieden geschlossen und rennt inzwischen mit Schwimmflügeln bewaffnet alleine in die Fluten und lässt sich etwas treiben. Oder spielt im Sand und mit den vielen anderen Kindern die noch hier sind. Unser kleiner Sonnenschein blüht im Moment so richtig auf. Er redet auch immer mehr und zeigt einem jedes vorbeifahrende Boot, und sei es noch so weit weg und schreit „booo“ – das t verschluckt er immer noch. Er entdeckt auch schon nachmittags den „Mon“ am Himmel, auch da fehlt ein kleiner Buchstabe. Rollerfahren ist auch nach wie vor super, am liebsten zwischen Mama und Papa oder bei Papa im Tragetuch zum einschlafen, da freut er sich oft richtig drauf und spring Chris richtig entgegen. Autofahren ist auch super. Überhaupt ist gerade irgendwie alles super, mit den üblichen Rückschlägen, die das Leben mit einem anderthalbjährigen so mit sich bringt.

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Und mit Oma und Opa ist er nach Anlaufschwierigkeiten auch wieder super ausgekommen, morgens alleine mit den beiden ans Meer, nachmittags konnten wir auch mal alleine mit dem Roller über die Insel brettern – eine schöne Abwechslung und es hat Liam auch sehr gut getan. Denn er hat die Anhänglichkeit bei Mama weitestgehend abgelegt, nochmal verstärkt, seit wir wieder mit ihm alleine sind. Aber im Moment ist es ihm die meiste Zeit egal, ob Mama oder Papa mit ihm gehen und es gibt auch mehr und mehr Situationen, wo er Papa vorzieht – das ist für uns beide ein sehr schönes Gefühl, denn Vici muss sich nicht mehr verstecken oder aus dem Haus schleichen sondern er winkt ihr zu und ruft „Dei, dei“ und ein Bussi gibt er auch noch obendrauf. Und ab geht die Post. Und Papa freut sich, weil er eine wichtigere Rolle spielt im Alltag, ein Gewinn für uns alle demnach!

Oma und Opa sei Dank

Das Ganze ist sicherlich auch ein großer Verdienst von Oma und Opa, denen der Urlaub auch gut sehr gefallen hat. Die Beiden haben wirklich nahezu nur Thai gegessen, was wir vorher schon bezweifelt hatten, zumal Niki ja normalerweise nicht mal Reis mag. Aber jetzt hat er wohl genug Reis für die nächsten Jahre! Nur beim Frühstück sind die beiden lieber bei Eiern, Toast und Co. geblieben, da ist Chris aber auch der einzige von uns der selbst zum Frühstück schon sehr scharf isst. Witzigerweise inzwischen schon so scharf, dass die ersten Thais kapitulieren, auch von unseren Freunden in Pai sind viele erstaunt über das knabbern an rohen Chillis und nachschärfen mit Chillipulver bei eh schon sehr scharfen Gerichten. Wurde aber auch Zeit, dass sie lernen, dass nicht nur Thais scharf essen können! In Zahlen ausgedrückt: eine Schüssel Tom Yum Suppe hat Aey im Pai Chan für Chris immer mit ca. 15-20 getrockneten roten Chillis gekocht. Plus die paar frischen rohen, die oben rumschwimmen, nicht zur Zierde wohlgemerkt.

Der Rauch bringt unsere Planung durcheinander

Unser eigentlicher Plan war es, am 2. April mit Anna und Niki nach Bangkok zu fliegen. Die Beiden sind dann auch geflogen und direkt weiter ins verschneite München. Wir mussten aber umplanen, weil wir uns einen Tag davor entschlossen haben, dass die Luft in Pai nicht tollerierbar ist (siehe oben) und haben Flüge umgebucht und neu gebucht, Hotel storniert und Unterkunft in Samui verlängert. Und als ob das nicht genug gewesen wäre mussten wir auch noch eine Lösung für unser auslaufendes Visum finden. Deshalb sind wir einen Tag später mit dem Mietwagen auf die Fähre zum Festland und ins 300km entfernte Ranong gefahren. Dort kann man nämlich übersetzen nach Myanmar. Und damit haben wir unsere Visumspflicht erfüllt und unsere Ruhe bis es nach Hause geht. Also das mit den Visa nervt schon gewaltig in Thailand. Nicht nur, dass man einen Haufen Geld dafür zahlt, diese Fahrerei kommt auch noch dazu. Da gibt es durchaus Länder, die es einem einfacher machen sein Geld auszugeben. Aber was soll’s, jetzt sind wir damit erstmal durch.

Tipp für den Visa Run in Ranong: es gibt zwei Möglichkeiten. Zum normalen Hafen, Longtailboat chartern, über das Meer schippern und wieder zurück, alles eher wenig kommod. Oder man fährt zum Andaman Club Pier, ist recht gut ausgeschildert (Google Maps Link). Die haben da eine eigene Dependance der Immigration, dann steigt man auf eine kleine Fähre mit Klimaanlage und fährt auf eine kleine Insel, auf der das Andaman Club Resort mit Casino (Verfügbarkeit und Preise prüfen*) steht, sonst aber auch nix. Eine richtig schöne mit Wald bewachsene Insel, die zu Myanmar gehört. Man bekommt seinen Stempel und fährt eine Stunde später oder wenn man will nach einer Nacht zurück nach Thailand, bekommt auch dort seine Stempel in den Pass und gut ist. Und das Beste ist, das ganze kostet pro Person keine 5 Euro mehr als die wacklige Variante auf dem Longtailboat. Sehr empfehlenswert.

Ranong selbst muss man eher nicht gesehen haben und nach einer Nacht sind wir dann auch schon wieder zurück nach Samui. Hat alles einwandfrei geklappt, sogar drei Stunden am Stück mit wachem Kind autofahren war kein Problem!

Unser neuer Plan sieht jetzt so aus, dass wir bis zum 9.4. hier bleiben und dann nach Chiang Mai fliegen. Von dort geht es nach Pai. Und wie lange wir dann bleiben (können) entscheidet in erster Linie der Wettergott (ist das hier eigentlich der gleiche Petrus?). Denn wenn es bald mal etwas regnet wird die Luft besser, ansonsten müssen wir bald Abschied nehmen von all unseren Freunden und für die letzten Wochen nochmal ans Meer zurück.

Aber zumindest über Sonkran (Neujahr mit Wasserschlachten) waren wir dann nochmal in Pai bevor wir uns Mitte Mai wieder verabschiedet haben und zurück nach Deutschland geflogen sind.

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