Du befindest dich hier: Home | Reisen - Tipps und Ziele | Südostasien 2007 / 2008 | Kambodscha ist ein herrliches Land!

Nachdem wir Vietnam verlassen hatten ging es mit dem Schnellboot in die Hauptstadt von Kambodscha Phnom Penh. Und nach nunmehr knapp einer Woche in Kambodscha freuen wir uns sagen zu können: wir mögen Kambodscha sehr gern, das Land selbst und vor allem die Bewohner.

Am 25. Februar durften wir also endlich nach Kambodscha, das Schnellboot war nicht nur sehr komfortabel sondern auch ziemlich schnell, in vier Stunden von Chau Doc in Vietnam nach Phnom Penh. Ok, die am Pier wartenden TukTuk Fahrer waren noch aufdringlicher als in Thailand aber die Menschen sind im allgemeinen wirklich unglaublich nett. Viele sprechen auch sehr gutes Englisch. Wir haben uns sofort wohl gefühlt, obwohl uns einiges auch erschrocken hat, aber dazu später mehr.

Über uns

Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

Mehr über uns erfahren

Newsletter abonnieren!

Eine Reservierung ist nicht viel wert in Phnom Penh

Ach ja, unser erstes Zimmer in Phnom Penh: das Hotel, in dem wir telefonisch reserviert hatten, hat unsere Reservierung natürlich ignoriert, da sie auch so voll wurden – ein recht gängiges Verhalten hier. Aber wir wurden schnell anderweitig fündig. Als wir dann das zuvor angeschaute Zimmer haben wollten, war es schon weg. Aber sie hätten noch eins im Dachgeschoss, im vierten Stock. Auch 25 Dollar – also haben wir es uns angeschaut und es ist der Hammer. Bad, großer Vorraum und dann eine 30 Quadratmeter Dachterasse als Übergang zum eigentlichen Zimmer, das auch riesig und schön ist. Sogar mit kleinem Wintergarten und Blick auf den Fluss. Ist so „günstig“ weil sie halt keinen Lift haben. Aber wir waren happy, wenn wir überlegen in was für Mistunterkünften wir in Vietnam für 20 und mehr Dollar waren. Kambodscha meint es echt gut mit uns.

Wir haben zwei Tage in Phnom Penh verbracht und uns etwas umgeschaut, vor allem in dem Museum der Strafanstalt S-21, die zu Zeiten der Roten Khmer als brutales Befragungs- und Folterzentrum diente. Wenn man die Taten dieser Zeit so deutlich vor Augen gehalten bekommt wundert man sich noch mehr, mit welcher Freundlichkeit einem die Menschen hier knapp 30 Jahre später begegnen. Aber wer dazu mehr erfahren will findet im Internet genug Information über Pol Pot und seine Schergen, recht aktuell zum Beispiel über den Prozess gegen den Leiter von S-21 auf Spiegel Online.

Straßenkinder und Bettler sind allgegenwärtig

Etwas anderes, was einem in Phnom Penh permanent begegnet sind Bettler, und zwar in ganz anderen Ausmaßen als irgendwo sonst, wo wir bisher waren. Vor allem die vielen Kinder, teilweise selbst erst zehn aber noch ein Kleinkind auf dem Arm, gehen einem mächtig an die Nieren. Nach einigen Gesprächen und Recherchen in Phnom Penh und Siem Reap stellte sich zwar heraus, dass nicht alles so ist wie es scheint, aber dennoch wird klar, dass entwicklungstechnisch noch ein großer Schritt zwischen Kambodscha und den großen Nachbarn Vietnam und vor allem Thailand herrscht. Wie so oft ist keinem wirklich geholfen, wenn man den Kindern ab und an einen Dollar zusteckt, das hält sie vielmehr auf der Straße – und die Babys auf ihren Armen sind wohl oft keine Geschwister sondern „gemietete“ Kinder, um den Helferinstinkt der Touristen noch stärker zu treffen – was teilweise auch sehr beeindruckend gelingt. Und für viele Eltern ist es besser auf den Straßen einer Großstadt zu betteln als für wesentlich weniger Geld auf dem Land körperlich harte Arbeit zu verrichten. Ein schwieriges Thema, mit dem wir uns jetzt gerne länger beschäftigt hätten, aber unsere Zeit in Kambodscha ist diesmal ja leider sehr begrenzt.

Viele Hilfsprojekte versuchen die Situation zu verbessern

Anleitung und Hilfe zur Selbsthilfe erscheint das einzige, was hier langfristig wirklich weiterhelfen kann und deshalb gibt es viele NGOs und andere Organisationen, die genau das machen. Friends International, der Novotel Gründer Paul Dubrule und viele andere haben Einrichtungen aufgebaut, wo Menschen jeden Alters Ausbildungen erhalten, um richtige Jobs machen zu können. Die Restaurants dieser Organisationen beispielsweise sind in der Regel wahre Gourmet-Tempel mit verhältnismäßig kleinen Preisen, wie wir auch schon in Vientiane feststellen konnten. Eine kleine Übersicht über entsprechende Projekte gibt es auf der Seite von Stay another Day in Cambodia.

Agoda*
Booking.com*
Holt euch einen tollen Reiseführer für Thailand und viele andere Länder bei Amazon*
MARCO POLO Reiseführer Thailand: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service
€ 12,99
MARCO POLO Reiseführer Thailand: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service*
Jetzt auf Amazon kaufen*
Stefan Loose Reiseführer Thailand: mit Reiseatlas
€ 26,99
Stefan Loose Reiseführer Thailand: mit Reiseatlas*
Jetzt auf Amazon kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten; Zuletzt aktualisiert am 16. January 2019 um 20:00.
Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Auslands Krankenversicherung für Langzeitreisende von
Hanse Merkur

Wir nutzen seit 10 Jahren die Hanse Merkur und haben immer gute Erfahrungen gemacht. Und der Preis ist auch top!

Rikscha fahren in Phnom Penh

Rikscha fahren in Phnom Penh

Eine dieser Organisationen hat uns spontan besonders angesprochen, und zwar www.cyclo.org.uk. Fahrer von Rikschas oder Cyclos, wie sie hier heissen, gehören nicht gerade zu den Besserverdienern und müssen anders als ihre Münchner Kollegen jeden Cent sehr hart verdienen.

Unter anderem sind wir nach dem Treffen mit den Organisatoren von www.cyclo.org.uk endlich eine Runde Rikscha gefahren – und man muss sagen, die Dinger sind extrem bequem, zumindest für den Fahrgast, weich gepolstert und zusätzlich gefedert – für die Fahrer gab es natürlich ein dickes Trinkgeld.

Als nächstes geht es auf nach Siem Reap.

 

Ähnliche Beiträge

  • Angkor Wat hat uns verzaubert Nach zwei Tagen in Phnom Penh ging es dann nach Siem Reap, dem Eintrittstor zu den historischen Tempelanlagen von Angkor Wat. Wir müssen gestehen, wir sind nicht gerade die fleissigsten […]
  • Siem Reap und Angkor Wat – Atemberaubende Tempel und ganz viel gutes Essen! Die weltberühmten Tempelanlagen von Angkor in Siem Reap ziehen jedes Jahr Millionen von Touristen an. Viele kennen sie auch nur unter dem Namen Angkor Wat, dem berühmtesten und ehemals […]
  • Wir haben uns verliebt – in Singapur! Nach unserem wehmütigen Abflug aus Phnom Penh sind wir vergangenen Dienstag mitten in der Nacht in Singapur gelandet. Es gab ja schon viele schöne Städte auf unseren Reisen - aber Singapur […]
WIL – Kinderkleidung*

30€ Airbnb Guthaben sichern*

TOP Kreditkarten für die Reise*