Von Luang Prabang nach Vientiane – alles andere als langweilig

von | 6. Feb, 2008 | Reisen - Tipps und Ziele, Südostasien 2007 / 2008 | 0 Kommentare

 

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Der nächste Reiseabschnitt in Laos hatte unter anderem eine Busfahrt zu bieten, die wir nicht mehr vergessen werden. Vang Vieng haben wir dann schnell hinter uns gelassen und in Vientiane mussten wir länger bleiben als uns lieb war.

Diese Busfahrten überraschen einen immer wieder

Um sieben Uhr morgens besteigen wir den Bus nach Vang Vieng. Die Fahrt war der absolute Irrsinn! Wir sind hier eben doch noch im laotischen Gebirge und die Straßen sind zu 90 Prozent Passstraßen. Dazu kam ein Nebel, dass man die Hand vor Augen nicht sieht gepaart mit einem total gestörten Busfahrer der partout nicht bremsen will. Was dazu führt, dass man mit quietschenden Reifen um die Kehren fährt (wohlgemerkt, ein 40 Mann Bus, kein Minibus) und in den Dörfern, die man passiert, so lange hupt bis auch das kleinste Kind und der letzte Hund weggehüpft ist. Das ganze ist eine echt ungute Mischung.

Wenn ihr einmal in einem Bus seid, in dem sie am Anfang Kotztüten verteilen dann sagt das schon alles. Diese wurden dann um uns rum auch reichlich benutzt. Zumindest die Landschaft war herrlich, falls man mal vor lauter Nebel oder vom von einer Seite zur anderen geschleudert werden dazu kam rauszuschauen. So ging das dann sechs Stunden lang. Ich hab glücklicherweise die meiste Zeit geschlafen, somit war es nicht so schlimm, Chris allerdings nicht und er war ganz schön gerädert als wir ankamen.

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Wir empfehlen: bloß nichts trinken

Erwähnenswert ist auch der Klostopp, der war echt lustig. Wir haben nach vier Stunden mitten auf der Straße gehalten, die Einheimischen sind ausgestiegen und ich war auch schon ganz erpicht auf ein Klo. Nur gesehen hab ich keins weit und breit nur Wiese bzw. Abgrund auf der anderen Seite. Letztendlich haben sich alle Leute ca. 10 Meter vom Bus entfernt an den Straßenrand gehockt und ihre Notdurft verrichtet. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Aber wer muss der muss und deshalb hab ich mich nochmal drei Meter weiter getrollt und dasselbe getan. Mit Blick zum Bus in der Hoffnung, dass nicht gerade jetzt ein Reisebus aus der anderen Richtung kommt. Anscheinend war mein ausgewählter Platz super, es haben sich nämlich sofort drei Laoten direkt neben mich gehockt um es mir gleich zu tun. Ich bin eigentlich nicht prüde aber das war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Tipp an alle Frauen: Zieht einen langen Rock an für diese Busfahrt, der hätte doch sehr geholfen.

Übrigens wäre auch im VIP Bus dasselbe passiert, dieser stand nämlich nochmal 10 Meter weiter vorne und mit dem hat sich unser Fahrer auch die ganze Zeit ein Rennen geliefert.

Nur für’s Protokoll: Laos ist ein Entwicklungsland, man kann hier aber natürlich eine total entspannte zwei Wochen Luxustour mit Luxusboot, Luxushotel und vielen Inlandsflügen machen – das ist dann auch total easy und inspirierend – aber das ist nicht das gleiche wie unser Trip. Nicht das wir tauschen wollten (manchmal vielleicht), wir wollen das nur nochmal klarstellen.

Drogen, Tubing und Friends – Vang Vieng hat das alles

Die Ankunft in Vang Vieng war auch sehr passend, der Busbahnhof ist ein einziger Matschplatz, folglich wurde unser aller Gepäck auch gleich mal voll in den Schlamm geschmissen. Aber das ist uns ja mittlerweile alles wurscht, wir haben unsere Packsäcke, die schützen die Rucksäcke und wer kümmert sich schon drum wie wir aussehen. Nach einer halben Stunde Suchen haben wir auch ein passables aber günstiges Zimmer mit schöner Aussicht gehabt.

Übrigens ist hier alles nicht so günstig wie man uns vorher immer weiss machen wollte, beim selben Preis wie in Thailand bekommen wir eigentlich ein bisschen weniger. Die Stadt Vang Vieng (schon fast übertrieben, eher das Dorf) selber ist nicht sehr reizvoll für uns, überall komische Bars und Lokale, die Filme und Serien zeigen, so dass es jeder im Lokal auch ja hört. Auch die von jedem versprochenen „Friends“ Folgen laufen hier wirklich in etlichen Lokalen ohne Unterbrechung von morgens bis abends.

Ansonsten war es das hier aber alles, zumindestens wenn man nicht Tuben oder zu Lao-Dörfern kajaken will, wo man dann ganz viel Lao Lao (selbstgebrannter Reisschnapps, hauptsache billig) bekommt. Die Landschaft, ist bestimmt schön wir sehen nur vor lauter Nebel nix und kalt ist es auch (unter 20 Grad, und wieder keine richtig geschlossenen Räume und keine Heizung), ein weiteres Argument sich nicht auf einem Autoreifenschlauch in den Fluss zu werfen – ein anderes Argument ist, dass wir nicht mehr 18 sind und mittags um 11 noch nicht betrunken sein wollen. Deshalb geht es auch bald weiter in die Hauptstadt.

Vientiane gilt als langweiligste Hauptstadt Asiens

Ist eine recht kleine Hauptstadt mit einigen Tempeln und anderen Denkmälern. Leider auch nicht zu vergleichen mit Luang Prabang ausserdem ist es teuerer als dort. Unsere Ankunft hier war total witzig, wir steigen um zwei Uhr nachmittags aus dem Bus, marschieren frohen Mutes zu den vorher recherchierten Guesthouses – und erhalten ein freundliches „Full“ mitgeteilt, sei es durch einen Mitarbeiter oder durch die an den Türen angebrachten Schilder. Bei den ersten fünf dachten wir noch „ist doch egal“, da kommt schon noch was. Kam aber nicht und wir sind auch dauernd Leuten mit Rucksäcken begegnet, die das gleiche Problem hatten. Letztlich haben wir dann ein nettes Zimmer in einem alten Kolonialbau gefunden, nix besonderes aber gekostet hat es trotzdem 20 Euro pro Nacht. Das ist dann doch recht gepfeffert verglichen damit, was man dafür in Thailand bekommt. Aber am nächsten Tag konnten wir in ein anderes Guesthouse umziehen, da kostet das Zimmer immer noch 14 Euro, aber immerhin. Obwohl wir inzwischen den ganzen Ort durch haben, haben wir auch nichts mehr gefunden das günstiger wäre und freie Zimmer hat. Sehr komisch ist das hier. Ansonsten haben wir hier viel mit Fahrädern die Stadt erkundet und uns auf der dazugehörigen Botschaft ein Visum für Vietnam besorgt.

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Und wieder ein tolles Restaurant in Laos

Unser bestes lokales Essen hatten wir in Vientiane im Restaurant Makpeth, es gehört zu der Organisation Friends International. In diesem Restaurant wird Straßenkindern die Möglichkeit gegeben eine Art Ausbildung als Kellner oder Koch zu durchlaufen und alle Einnahmen kommen vollständig der Organisation zu Gute. Das Essen war wirklich sehr gut, das ganze Restaurant ist sehr geschmackvoll und der Service war einer der nettesten in ganz Laos. Absolut empfehlenswert, wir waren zweimal da und sagen es ist ein Muss in Vientiane. Die Preise bewegen sich im oberen Bereich, aber man bekommt wirklich etwas dafür und ausserdem ist es ja für eine gute Sache.

Unser Fazit zu Laos fällt durchwachsen aus

Ansonsten merkt man in Laos, das es noch weniger touristisch ist als Thailand, was aber auch von Nachteil sein kann. Wer wirklich nur an den Menschen und ihrer Lebensweise interessiert ist und keinerlei Ansprüche an Komfort oder Hygiene hat, ist hier am richtigen Platz. Für Reisende wie uns, die wir Annehmlichkeiten wie gute Transporte von A nach B und einheimischen aber gute Restaurants (wir gehen daheim eben auch nicht in jede Dorfkneipe zum Essen, auch wenn da die Einheimischen sind) bevorzugen, ist Laos vielleicht noch nicht genug touristisch entwickelt – man könnte auch sagen es ist allgemein zu wenig entwickelt. Wir haben einen recht differenzierten Standpunkt zum Thema „Untouristisch=idyllisch“, aber dazu andermal mehr. Es scheint als befinde es sich im Moment in der Mitte, man kommt als Tourist überall hin und auch immer einen Schlafplatz und Essen, will man Luxus bekommt man den. Was aber unserer Meinung nach fehlt ist eine Mittelklasse, ein bisschen mehr Komfort als der Backpacker will, etwas besseres Essen und nicht die schlechtesten Busse, dafür zahlen wir auch gerne etwas mehr, häufig gab es aber eben diese Möglichkeit nicht, bzw. das Preis-Leistungsverhältnis ist etwas verschoben. Dies ist aber mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit.

Auf jeden Fall ist Laos Norden schön, wenn auch nicht groß anders als Thailands Norden. Fest steht auch, die Leute sind im unglaublich freundlich und hilfsbereit. Es war eine schöne Zeit, und vielleicht kommen wir ja irgendwann wieder und schauen uns den Süden an.

Jetzt geht es für uns erstmal weiter nach Vietnam, und die Erwartungen sind hoch.

 

 

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