Erlebnisse von Waitomo bis Wellington

von | 12. Feb, 2007 | Neuseeland, Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

Nach unseren Wandertagen im Tongariro National Park sind wir nach Waitomo gefahren, um die weltbekannten Glühwürmchen zu begutachten. Danach ging es zu Mount Taranaki bzw. New Plymouth und von da geradewegs nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, gleichzeitig unserer letzten Station auf der Nordinsel.

Funkelnde Höhlen in Waitomo

Die Fahrt nach Waitomo war schnell erledigt, nach knapp 170 Kilometern waren wir in dem Ort, der für seine Höhlen und Glühwürmchen bekannt ist. Bei den Glühwürmchen handelt es sich witzigerweise nicht um die Glühdinger, die man bei uns in Deutschland kennt. Eigentlich ist es eine Raupe, die an den feuchten Höhlendecken lebt und sich nach einer kurzen Kokonphase in eine Moskitoart verwandelt. Von ihren ca. elf Lebensmonaten ist sie allerdings 8 – 10 Monate lang eine Raupe und als solche leuchtet sie dank einer chemischen Reaktion, die Biolumineszenz genannt wird. Der geschlüpfte Moskito hat keinen Fressapparat, deshalb reproduziert er sich schnell und stirbt nach etwa vier Tagen auch schon wieder, welche erfüllendes Dasein.

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Zurück zu den „Glühwürmchen“, diese schaffen in den Höllen ein dem Sternenhimmel ähnelndes Firmament, alles leuchtet und man kommt sich vor wie unter freiem Himmel. So geht es auch den Insekten, die von den herunterhängenden Schleimfäden gefangen werden, sie fliegen auf die Lichter zu und schon hängen sie fest – Jagdmuster wie bei Spinnen. Die ca. 15 cm langen Fäden schauen echt faszinierend aus, wenn man sie mit einer Taschenlampe beleuchtet, wie lose geknüpfte Perlenketten.

Wir hatten zweimal das Vergnügen, das Leuchten zu sehen. Am Abend sind wir zu einem Rundgang spaziert, der eine Stunde von Waitomo entfernt ist. Dort kann man durch Buschland und an Felswänden  vorbei viele der kleinen Sternchen sehen – faszinierend. Wir haben dort ein junges Pärchen aus den Staaten getroffen, die so nett waren uns mit zurück nach Waitomo zu nehmen, es war ja schon stockdunkel. Und was kam natürlich als eine der ersten Fragen? Wie ist denn das mit den Autobahnen in Deutschland, das fasziniert die alle. Am nächsten Tag waren wir noch auf einer kleinen Tür durch eine der Höhlen, zuerst zu Fuß durch riesige Gewölbe mit großen Stalaktiten und Stalakmiten und dann mit einem Boot unter Abertausenden von Glühwürmchen hindurch. Alles in allem empfehlenswert, leider ohne Fotos, da es verboten ist welche zu machen.

Die Marokopa Falls und der Vulkankegel des Mount Taranaki

Unsere Weiterfahrt ging dann westwärts Richtung Marokopa, wo wir an der Mangapohue Natural Bridge und den Marokopa Falls Halt gemacht haben. Bei der Brücke handelt es sich um die Reste einer eingestürzten Höhlendecke, die jetzt wie eine riesige Brücke wirkt. Die Wasserfälle sind durch die verschiedenen Stufen sehr schön anzusehen, leider hat es aber geregnet, was aufwendiges Fotografieren verhinderte. Die weitere Fahrt bis Awakino war durch herrliche Hügelketten, Flüsse und Strände geprägt, hier sind sogar die Laufwege der Schafe geometrisch geordnet.Die Strecke ist zwar zu 30% Schotter aber jeden Kilometer wert. So stellt man sich Neuseeland vor.

Abends sind wir dann in New Plymouth am Fuße des Mount Taranaki angekommen und haben uns das viel umjubelte Kunstwerk namens Wind Wand angeschaut. Was soll man sagen, wir sind da dann doch eher die Kunstbanausen, wir haben es als übergroße Straßenlaterne wahrgenommen – die Kiwis (wegen einiger Fragen per Email, so nennen sich die Neuseeländer selbst, weshalb man die Frucht Kiwi hier auch nur „Kiwi Fruit“ nennen darf) sehen eine Meisterleistung darin. Wir sind da wie gesagt eher Banausen. Ansonsten ist New Plymouth nicht gerade ein Traumort, abgesehen von der Nähe zum Berg Taranaki.

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Eigentlich wollte wir ja ganz gerne den Taranaki besteigen, doch Vici war etwas erkältet, da haben wir es lieber bleiben lassen. Aber wenn man sich das Panorama mal so anschaut ist mein Wunsch auf den Berg zu rennen schon verständlich, oder? Aber wir werden ja auf der Südinsel noch genug Berge finden. Wir sind dann am nächsten Tag bis nach Wellington gefahren.

Neuseelands Hauptstadt Wellington

Der Ort ist für uns aus zweierlei Gründen interessant: erstens bietet die Stadt mit dem Te Papa Museum das größte des Landes sowie einige andere Sehenswürdigkeiten und zweitens gibt es hier die einzige Botschaft Thailands. Ausserdem ist es auch schön, mal wieder in einer Stadt zu sein. Da unser zweiter Aufenthalt im Land des Lächelns wieder mehr als 30 Tage ist, brauchen wir wieder ein 60-Tages Visum. Wir also gleich am nächsten Morgen dahin – und gleich wieder weg, die Tante wollte nämlich einen Kontoauszug, damit sie sehen kann, dass wir genug Geld haben. Brauchte man in Deutschland bei der Botschaft nicht, aber egal. Wir also am Donnerstag mit dem ganzen Krempel hin – sagt die Dame, dass das zwei Tage dauert. Aber nachdem wir ihr gesagt haben, dass Freitag total klasse und wichtig wäre meinte sie, dass wir am Nachmittag anrufen sollen. Und am Freitag hatten wir dann auch unser Visum in der Hand – Bürokratie ist so was schönes – und nichts, was es nur in Deutschland gibt.

Wellington selbst gefällt uns schon, ist aber recht klein und kein Vergleich zu Auckland. Die ganze Stadt schmiegt sich an die das Meer umgebenden Hügel und Täler, was dem ganzen einen ganz eigenen Charme verleiht. Das Stadtzentrum ist überschaubar und unser Besuch im Te Papa Museum war super, das Museum ist riesig, super aufwendig aufgebaut und noch dazu kostenlos. Von Geologie über Neuseeländische Geschichte (Maori und Europäer) bis hin zu Kunst ist alles vertreten und sehr schön präsentiert (vieles zum Anfassen oder interaktiv)- vorbildlich! Hervorzuheben ist noch die Cuba Street, in der unzählige kleine Läden und Lokale sind, von schick bis sehr alternativ – ein buntes Treiben mit Straßenmusik, es macht einfach Spaß, sich dort aufzuhalten.

Am Samstag geht es dann auf die Fähre nach Picton. Wir freuen uns schon total auf die Südinsel, Berge und noch mehr unberührte Natur und vor allem – mehr Wandermöglichkeiten.