Was jeder über das Mieten eines Hauses in Thailand wissen sollte

von | 9. Apr, 2015 | Reisen - Tipps und Ziele | 0 Kommentare

 

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Gerade wer mit Kind länger an einem Ort bleibt ist auf jeden Fall gut beraten nicht die ganze Zeit in einem Guesthouse oder Hotel zu leben sondern sollte sich ein Haus anmieten. Das ist in den meisten Orten in Thailand gar kein Problem und das Angebot vielfältig. Vom einfachen Bambushaus über bessere Holzhäuser oder Stein-/Betonhäusern ist alles dabei. Zentral im Ortszentrum, etwas ausserhalb, günstig oder teuer man hat die Qual der Wahl. Wir möchten gerne von den Erfahrungen berichten, die wir bisher gemacht haben.

Anfangs waren wir nicht so anspruchsvoll und haben für ein paar Monate in einem Bambus-/Holzhaus inmitten eines Knoblauchfeldes gewohnt. Das klingt nun super romantisch, war es aber ehrlich gesagt nicht. Gestört hat uns hier nicht, das wir keine Küche hatten, oder das Bad nicht gerade westlichem Standard entsprach. Es gab da ein paar ungewollte Mitbewohner, von den wir vorher nichts wussten.

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Wir sind Victoria, Chris und Liam und möchten euch von unserem Leben in Thailand, Deutschland und im Rest der Welt erzählen.

 

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Ratten und Mäuse lieben abgehängte Decken

Gerade Holzhäuser in Thailand, die nicht komplett dicht gebaut sind und abgehängte Decken besitzen, laden Nager wie Mäuse und Ratten geradezu ein. Die können es sich dann auf der Zimmerdecke gemütlich machen. Der Grund ist einfach, dort oben ist es trocken und warm (in Pai ist es ja im Winter sehr kalt nachts) und die Tiere sehen die Menschen nicht und haben somit auch keine Angst.

Nun ist vielleicht nicht jeder so ängstlich wie wir wenn es um Ratten geht, aber was definitiv nervt sind die Geräusche der Viecher nachts. Man will schlafen, alles ist ruhig nur die Tiere über einem sind aktiv. Das Gescharre und Gerenne klingt als wäre es direkt neben dem eigenen Kopf. Auch wenn das Hirn weiss, die kommen nicht herein, an Schlaf war für uns oft nicht wirklich zu denken.

Unser Tipp: Man achte auf die Bauweise um dieses zu vermeiden. Wenn schon ein Holzhaus, dann lieber ein zum Dachstuhl offenes Haus, dann sehen einen die Ratten und fühlen sich gestört. Mücken und fliegendes Getier kommt leider so oder so rein. Es sei denn man hat ein dichtes Haus mit Fliegengittern an allen Türen und Fenstern.

Im Norden Thailands ist es zeitweise richtig kalt

Wer sich nördlich von Chiang Mai (zum Beispiel im Ort Pai) niederlassen will, sollte bedenken, dass es von Dezember bis Februar  nachts sehr kalt wird. Damit sind ca. 5 – 12 Grad Celsius gemeint und ohne richtig warme Decken oder ein gut isoliertes Haus kann es euch passieren, dass ihr in voller Kleidermontur schlafen müsst. Das hatten wir schon und viele unserer Freunde machen das jeden Winter so. Im März/April ist es dafür überall wahnsinnig heiss, im Süden herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und im Norden ist es staubtrocken und rauchig. Die Regenzeit stellt einen ebenso vor einige Probleme, da sich schnell Schimmel und Modergeruch breit machen kann.

Unser Tipp: Je nach Jahreszeit darauf achten, ob die Struktur des Hauses geeignet ist und die Ausstattung entsprechend ist.

  • Winter: Strohmatten auf Holzboden – nichts für die kalte Jahreszeit. Ein Beton- oder Lehmhaus speichert tagsüber die Sonnenwärme und sorgt nachts für eine angenehmere Temperatur als ein Holzhaus ohne Isolierung. Dicke Decken sind eigentlich ein Muss, bekommt man auch in großen Städten zu kaufen.
  • Sommer: Um Schimmel und aufgestaute Hitze zu vermeiden auf Lüftungsmöglichkeiten und vorhandene Ventilatoren achten oder ein Haus mit Klimaanlage mieten. Fliegengitter an Fenster und Türen lassen Luft durch und Mücken draussen, zumindest ein paar davon.

Dieses mal hatten wir so richtig Glück

Unser Haus in Pai 2014 / 2015

5 Monate haben wir 2014 / 2015 in diesem Haus von Freunden gewohnt – ein Paradies!

Im Winter 2014 / 2015 waren wir insgesamt knapp 5 Monate in Pai und hatten ein tolles Beton-/Steinhaus mit Fliegengitter an den Türen und Fenstern, Naturlatexmatratze und Daunendecken, Gästebungalow, sowie vielem mehr. Es ist das Haus von Freunden, die es zum ersten Mal vermietet haben und ist ein Traumhaus wie aus dem Architektur Magazin. Garniert wurde das ganze von einem riesigen Garten mit Baumhaus und Hängematte und einer kompletten Haushaltsausstattung, vor allem in der Küche.

Klingt vielleicht spießig, ist aber super angenehm. Die Kosten liegen in Pai für diese Art von Haus bei 15.000 – 25.000 Baht und sind immer noch günstiger als die ganze Zeit in einem schönen Guesthouse zu sein. Unter 600 Baht die Nacht findet man auch in Pai keine wirklich schönen Unterkünfte mehr und dann hat man nur ein Zimmer – mit einem Kind ist das auf Dauer alles andere als ideal.

Haus in Koh Chang

Unser Haus in Koh Chang, dass wir mit Freunden geteilt haben. Die Klimaanlagen haben sich gelohnt.

Wie sich letztes Mal gezeigt hat, ist für uns ist die eigene Küche sehr wichtig, man kann morgens entspannt Frühstücken und mittags und abends kochen, zumindest wenn wir Lust darauf haben. Ausserdem frieren wir nachts nicht mehr und bleiben verschont von Ratten. Ein echter Aufstieg für uns und definitiv das Geld wert. Was unser Kind zu Ratten-Geraschel in der Nacht sagen würde? Müssen wir nicht herausfinden, er hat ja nach wie vor manchmal Angst vor Schmetterlingen! Unser Haus im Jahr 2016 sieht man hier.

In Koh Chang hatten wir auch ein riesiges Haus mit mehreren Schlafzimmern und Klimaanlage in allen Zimmern. Bis auf Ameisen und kleinen Geckos wurden wir von Getier verschont, diese lassen sich aber nie vermeiden und stören uns auch nicht wirklich. Das Haus lag auf einem großen Gelände mit ca. 15 anderen Ferienhäusern und permanent bewohnten Häusern. Es gab einen Swimming Pool und das Meer war nur ca. 50m entfernt. Kehrseite der Medaille sind die Preise, diese sind mit Pai nicht vergleichbar. Ein schönes Haus in guter Lage findet man am Meer selten unter 35.000 Baht pro Monat, zumindest nicht auf vom Tourismus erschlossenen Inseln. Bei kurzen Aufenthalten werden dann auch schnell 4.000 Baht die Nacht und mehr fällig.

Die Lage: Im Ort oder doch in der Idylle?

Gerade wenn man einen vorher unbekannten Ort besucht, ist die Auswahl der Lage ein schwieriges Unterfangen. Woher weiss man welcher Teil des Ortes der Richtige zum wohnen ist? Nun kann man natürlich einfach ankommen und vor Ort etwas passendes suchen. Das ist wahrscheinlich immer noch die beste und einfachste Variante, aber nunmal nicht jedermanns Sache.

Wer gerne etwas mehr im Voraus plant und auf Nummer sicher gehen will, um zum Beispiel auch in der Hochsaison noch eines der richtig schönen Häuser zu erwischen, der tut gut daran sich einige Berichte über die Struktur und Atmosphäre des Ortes im Internet durch zu lesen. Wie eben auf unserem oder natürlich auch auf anderen Blogs. Es gibt auch immer mehr Facebookgruppen zu bestimmten Orten. Wir haben festgestellt, wenn man sich dort anmeldet und einfach mal nachfragt, was denn für die jeweiligen Wünsche empfehlenswert ist bekommt man oft sehr gute Insider Tipps. Vielleicht sogar schon das ein oder andere Mietangebot. Auch die Häuserbewertungen auf Agoda*, AirBNB und ähnlichen Portalen können einem oft weiter helfen. Wir lesen uns diese regelmäßig durch, um ein Gefühl für Hotels und Orte zu bekommen. Wichtig ist hier, auf die Aktualität zu achten und auf die Anzahl der vorhandenen Kommentaren. 85 % positive Bewertungen bei 5 Gesamtbewertungen ist etwas anderes als bei 400 Gesamtbewertungen.

So was nimmt man aber nun, Idylle oder mitten im Geschehen?

Für die Idylle spricht

Obwohl wir in München direkt in der Innenstadt wohnen, haben wir uns entschieden in Pai etwas ausserhalb des Ortes zu sein, da wir die Ruhe und Abgeschiedenheit vorziehen und lieben. Ausserdem haben wir eben genau dieses Haus von Freunden angeboten bekommen. Die Nachbarschaft ist wahnsinnig idyllisch, wir sind umgeben von Reis- und Knoblauchfeldern, selbst jetzt in der Trockenzeit hat das Auge immer noch viel beruhigendes Grün zum anschauen. Hinter uns beginnt recht bald der Dschungel. Nebenan stehen Kühe und Wasserbüffel und über uns zieht ein Adler regelmäßig seine Kreise. Gerade eben zirpen die Grillen so laut, das ich meine Musik gar nicht mehr höre. Zwei mal am Tag fliegt das zwölf Mann Flugzeug aus Chiang Mai über uns hinweg, dem Liam und all die anderen Kinder immer so weit wie möglich nachlaufen. Abends ist es rund um uns stockdunkel und wir sehen so viele Sterne am Himmel wie sonst nie. Am Grundstücksrand fliesst ein Bach vorbei, der unser Wasser zum Duschen bringt und wir werden ausser von unserem Kind nur von Vogellärm geweckt. Liam hat jede Menge Kinder in der Nachbarschaft und ich hab sogar einige Monate Yogaunterricht gleich 2 Häuser weiter gefunden. Das nenn ich mal gut gewählt.

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Ein Nachteil gibt es natürlich: Es erfordert schon etwas Planung beim Einkaufen und allgemeinen Unternehmungen wie schwimmen gehen, Restaurants aufsuchen oder ähnlichem. Denn die meisten Plätze sind nun mal ca. 6 Kilometer entfernt. Als wirklich schlimm haben wir das jedoch bis jetzt nicht empfunden.

Vor zwei Jahren haben wir uns auf Koh Samui einen Bungalow mit Küche gemietet. Dieses war auch etwas abseits des Trubels. Wer mehr darüber lesen möchte kommt hier zum Bericht.

Im Jahr 2015 und 2016 auf Koh Chang haben wir ebenso wieder diesen Weg gewählt, das oben beschriebene Haus war im etwas abgeschiedenen Osten der Insel ca. 5 Kilometer vom nächst großen Supermarkt und 8 Kilometer vom nächsten großen Strand entfernt. Wir haben hier insgesamt 9 schöne Wochen verbracht und können es sehr empfehlen.

Für die Ortsmitte spricht

Hatten wir auch schon mal so in der Art, ist einfach wahnsinnig praktisch, wenn man schnell was Essen gehen will oder sonst irgendwas besorgen muss. In Pai ist alles innerhalb von einem 3 Kilometerradius zu finden und man kann wenn man will zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sein. Die wenigsten machen das jedoch, auf Grund der Hitze setzt man sich einfach lieber auf den Motorroller. Ein spontaner Cafébesuch mit Freunden oder schnell mal in den Swimming Pool hüpfen ist immer drin. Abends wollt ihr um die Häuser ziehen? Dann sollte das die Wahl sein, denn angetrunken will man eben nicht mehr lange Roller fahren, sondern lieber sicher ankommen.

Der Nachteil? Viele schöne Häuser gibt es nicht gerade im Ort selbst, die vorhanden sind meist vergeben und wenn frei, dann mit sehr limitierten Aussenbereich und auch nicht gerade sehr blickgeschützt. Auch der Lärmpegel der umliegenden Strassen und Kneipen bzw. Bars ist wie überall auf der Welt nun mal recht hoch. Ab 1 Uhr nachts wird es hier aber auch ruhig, da dann die meisten Bars schließen.

Einen Mittelweg gibt es natürlich, ein Haus im nächsten Nachbarort anzumieten ist ein solcher. In Pai wären das zum Beispiel Viengnua, oder Mae Hee. Der Weg bis zum Ortskern ist dann nicht mehr sehr weit und man kann es trotzdem recht ruhig haben.

Wer sich nun einmal ein paar Häuser in Pai genauer anschauen möchte, kann das z.B. auf den folgenden Seiten tun:

Ansonsten würde uns interessieren: wart ihr auch schon einmal in Thailand und habt dort ein Haus gemietet? Über euere Erfahrungen und Berichte in den Kommentaren würden wir uns freuen.

Ihr wollt nicht verpassen, ob wir die perfekte Behausung in Thailand finden?

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